Tuesday | 27. July 2010
Topnews, Hamburg

MHMK-Professor Hans-Jürgen Schulke

 

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Events wie Love Parade: mehr Professionalität nötig

Für kluge Sicherheitskonzepte braucht es Sachverstand. Eventprofessor Schulke im Interview mit der Deutschen Welle.


Das Problem liege auch im Haifischbecken der Veranstalter. Die Eventbranche sei im Prozess der Professionalisierung, dennoch hätten immer noch viele Mitarbeiter keine fachliche Ausbildung in dem Bereich, so Professor Hans-Jürgen Schulke, der an der MHMK Sport- und Eventmanagement im Studiengang Medienmanagement lehrt.  Das sagte er der Deutschen Welle am 26. Juli im Interview für das Nachrichtenmagazin Journal D. Die Sendung befasste sich mit der Love Parade in Duisburg am vergangenen Samstag, bei der es auf dem Veranstaltungsgelände bei einer Massenpanik zu 19 Toten und über 500 Verletzten kam.

So erwähnte der Experte in Sachen Großveranstaltungen Studieninhalte wie Veranstaltungsethik, bei der seine Studierenden lernen, zwischen Spaß und Profit und der Sicherheit der Besucher abzuwägen - eine ethische Grundlage für die praxisnahen Themen wie Veranstaltungsplanung und gesetzliche Vorgaben bei Großevents. Sicherheitsfragen bei Großveranstaltungen haben einen festen Platz im Curriculum und werden an Bedeutung gewinnen, so die Meinung der Professoren für Sport- und Eventmanagement an der MHMK. Schulke erwartet nach den Todesfällen bei der Love Parade künftig mehr Professionalität. Er geht davon aus, dass die Aufmerksamkeit der Behörden größer werden wird. Auch die Partner von Großveranstaltungen werden genau prüfen, wie Organisatoren mit Sicherheitsrisiken umgehen. Er resümiert, „es müssen neue Maßstäbe entwickelt werden.“ (jsc)

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