Carina Isabel Fromhertz

Medienmanagement, Musikmanagement
Campus Hamburg

Tätigkeit nach dem Studium: Head of Digital Distribution, Soulfood Music Distribution GmbH
Wo arbeiten Sie heute und wie lautet Ihre dortige Positionsbezeichnung?
Soulfood Music Distribution GmbH (Hamburg), Head of Digital Distribution

Welche Aufgaben haben Sie dort?
  • Strategische Ausrichtung des Digital Departments von Soulfood Music
  • Beratung der Vertriebslabels und des hauseigenen Labels hinsichtlich der digitalen Vermarktungsstrategien ihrer Künstler und der Unternehmen selbst
  • Kommunikation mit dem Digitalvertrieb über Marketingkooperationen zwischen Künstler und Store
  • Beratung der Vertriebslabels hinsichtlich Social Media Marketing
  • Konzepterstellung für digitale Vermarktungsstrategien
Warum arbeiten Sie an dieser Stelle und was begeistert Sie?
Ich habe mein Praktikum im Studium bei AFM Records absolviert, das hauseigene Plattenlabel von Soulfood Music. Nach dem Abschluss habe ich ein Jahr als Trainee in einem anderen Musikvertrieb gearbeitet und bin dann zu AFM Records zurück, als Produktmanagerin. Hier hatte ich vor allem mit den physischen Tonträgern zu tun und das war eine tolle Erfahrung. Als sich die Geschäftsführung 2014 entschlossen hat, eine hauseigene Digitalabteilung zu gründen und somit das Digitalgeschäft auszubauen, wurde ich wegen meiner beruflichen Erfahrung im Digitalvertrieb gefragt, ob ich die Leitung der Abteilung übernehmen möchte. Ich bin der Meinung, dass im Digitalvertrieb die Zukunft der Musikbranche liegt und ich hatte das Bedürfnis, die Ausrichtung des Unternehmens hinsichtlich der digitalen Strategie mitzulenken.

Hatten Sie sich diese Art von Arbeit vor dem Studium vorgestellt?
Ehrlich gesagt wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, in einem Musikvertrieb zu arbeiten, geschweige denn in einem Digitalvertrieb. Im Studium habe ich mir vorgestellt, viel näher am Künstler zu arbeiten, mehr im Bereich A&R oder Management. Heute bin ich froh, dass diese extrem anstrengende Arbeit andere großartige Leute machen und ich dort bin, wo ich bin.

Inwiefern haben die Hochschule, die Kooperationspartner der Hochschule bzw. das Personal der Hochschule Sie gut auf diese heutige Arbeit vorbereitet?
Ich kann mich noch ziemlich gut an die ersten Vorlesungen im dritten Semester erinnern. Wir alle waren recht blauäugig, was die Situation der Musikbranche anging – wir stellten uns alles viel einfacher vor, als es am Ende war bzw. ist. Denn die Musikbranche ist zum einen neben der Printindustrie die Branche, die am meisten unter der Digitalisierung zu leiden hatte und zweitens ein eingeschworener Haufen von Musikern, Idealisten, Tagträumern und Rockstars. Das ist schon eine besondere Welt mit vielen Facetten. Und darauf haben uns insbesondere unser Professor und die Dozenten gut vorbereitet, indem sie uns aus der Praxis erzählt und uns praktische Erfahrungen haben machen lassen.

Bei welchem Unternehmen oder welcher Organisation haben Sie Ihr Praxissemester verbracht und wie bewerten Sie Ihre dort gemachten Erfahrungen?
Ich habe das Praktikum bei AFM Records gemacht, ein Tochterunternehmen von Soulfood Music. Es ist ein Independent Label und spezialisiert auf Heavy Metal. Die Erfahrungen aus dem Praktikum sind unbezahlbar, weil zwischen Studium und Realität einfach nochmal ein extrem großer Unterschied besteht, egal wie gut man vorbereitet wird – das Praktikum ist das kalte Wasser, in das man springen muss. Das Selbstbewusstsein wächst und man merkt, wie viel man schon im Studium gelernt hat und dass man all dieses Wissen einbringen kann. Aber man merkt auch, wie viel man noch lernen muss und was sich im „echten Leben“ alles von den Lehrbüchern unterscheidet.  

Wie war Ihr Kontakt zu Kommilitonen und was erhoffen Sie sich von diesen Kontakten in der Zukunft?
Da wir in einer sehr kleinen Gruppe studiert haben, war der Kontakt außerordentlich freundschaftlich – wir haben uns alle gut verstanden. Bei einigen Kommilitonen hat sich der Kontakt erst nach dem Studium ergeben, von daher weiß man nie, was sich noch entwickelt. Aber es ist sicherlich extrem wertvoll, einige Namen im Adressbüchlein zu haben.

Wenn Sie an Ihr Studium zurück denken, woran denken Sie besonders gerne?

An das sechste Semester. Die Zeit nach dem Praktikum und in der Bachelorarbeit war so besonders, weil man im Endspurt war und trotzdem die Zeit irgendwie anhalten wollte. Die Vorlesungen im letzten Semester waren nochmal interessanter und detaillierter und die Zusammenarbeit mit den Kommilitonen noch intensiver und besser, weil wir uns alle in der Branche schon ein wenig besser auskannten.

Woran denken Sie bei „Veränderung und Wandel“ ganz allgemein?

Daran, dass sich die Welt immer weiter und schneller entwickelt – und entweder entwickelt man sich als Unternehmen mit oder bleibt auf der Strecke.

Wie wichtig schätzen Sie „Offenheit für Veränderung“ ein, um in der modernen, digital getriebenen Arbeitswelt heute und morgen zu bestehen?

Veränderung und Wandel können beängstigend sein, wenn man sich nicht damit beschäftigt und sich permanent auf dem Laufenden hält. Was heute neu ist, ist morgen schon wieder alt. Aber man muss in der Lage sein, sich aus dem Wandel das herauszupicken, das für eigene Unternehmen relevant ist. Die Geschäftsführer dürfen keine Angst vor Veränderung haben und müssen sich mehr und mehr auf die jüngeren Generationen einlassen, damit festgefahrene Strukturen aufgebrochen werden können und auch alteigesessene Mitarbeiter Lust bekommen auf Veränderung. Branchenfremde Unternehmen führen ständig Veränderungen von außen herbei – das lähmt die brancheninternen Unternehmen. Die Branche muss wieder selbst vorne mit dabei sein und sich die Veränderungen nicht von außen aufdrücken lassen, sonst wird sie weiterhin nur hinterher rennen statt mitzugestalten.

Haben Sie ein Ziel, wo Sie in 10 Jahren stehen möchten?
Ich weiß nicht, ob ich das Ziel in zehn Jahren erreicht haben werde, aber ich möchte mein eigenes Unternehmen haben und leiten, außerdem möchte ich weiterhin aktiv im Tierschutz arbeiten.

Gibt es etwas, das Sie unseren Studienanfängern mit auf den Weg geben möchten?
Eigeninitiative zeigen, Networken, wo es möglich ist (und sich immer die Namen der Gesprächspartner merken) und wenn man etwas haben will, muss man danach fragen. Und man darf niemals Angst haben, um Hilfe zu bitten.

 

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