TV-Sportkommentator Carsten Flügel zu Gast an der mhmk
Tipp vom Profi: Bloß nicht zu viel reden – Marcel Reif ist der Beste
Über prominenten Besuch durften sich am 16. Dezember die fünf Sportjournalisten des 3. Semesters von Prof. Dr. Thomas Horky freuen. Carsten Flügel, der im Zuge seiner NDR-Redakteursarbeit unter anderem für die ARD-Sportschau Bundesliga-Spiele kommentiert, gab den Studenten zahlreiche Tipps zum Thema Live-Kommentar im Fernsehen.
Nach anfänglicher Frage-Antwort-Runde bewies der 44-Jährige auch in der Praxis seine Qualität, als es darum ging, die letzten Minuten des WM-Fußballspiels Deutschland-Polen aus dem Jahr 2006 zu kommentieren. Die Studenten, die ebenfalls ans Mikrofon mussten, konnten sich noch einiges vom Profi abschauen. Ganz wichtig: Beim Live-Kommentar bloß nicht zu viel reden. Meistens sprechen die TV-Bilder für sich. Ein Trost für alle, die es beim ersten Mal falsch gemacht hatten, waren Flügels aufbauende Worte im Anschluss: „Es gibt derzeit eigentlich keinen Kommentator in Deutschland, der nicht zuviel redet.“
Sehr interessiert zeigten sich die angehenden Journalisten auch, als Carsten Flügel den Bundesliga-Spieltag einmal detailliert aus seiner Sicht, nämlich aus der des Kommentators, beschrieb. Dass die Kommentare zu den kurzen Spiel-Zusammenfassungen in der Sportschau live aus dem Übertragungswagen gesprochen werden, war vielen neu.
Neben der Fußball-Bundesliga ist der frühere Tänzer Carsten Flügel beim NDR auch maßgeblich für das Kommentieren von Tanzveranstaltungen zuständig, außerdem leitet der zweifache Familienvater bei der ARD die Organisation der Frauen-Fußball-WM 2011 in Deutschland. Ganz aktuell musste er sich jedoch um dem amerikanischen Nationalsport American Football kümmern: Erst vor wenigen Tagen war Flügel in den USA, um mit der National Football League (NFL) über Einzelheiten der ARD-Übertragung des Super Bowls im Januar zu verhandeln.
Auf die abschließende Frage, wer denn der beste Kommentator-Kollege sei, antwortete Flügel fix: „Marcel Reif, der beschreibt pointiert und findet unter Zeitdruck immer wieder eine passende Bildsprache.“
Ein lehrreicher Tag also für die Journalistik-Studenten.
Alexander Kobs







