SONG 2010 in Bremen - Eine Menge Praxis mit einem guten Schuss Theorie
Was ist SONG?
Der Name SONG steht für die Special Olympics National Games. Diese besonderen olympischen Spiele werden auf nationaler Ebene von Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung ausgetragen. Jährlich findet ein Wechsel zwischen nationalen Sommer- und Winterspielen statt. Ziel der SONG ist es, den geistig behinderten Menschen die Möglichkeit zu geben, körperliche Fitness aufzubauen, Erfolgsgefühle zu erfahren und ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, bei dem der Inklusionsgedanke eine große Rolle spielt. Die Athleten treten in 20 verschiedenen Sportarten an und haben die Möglichkeit in 70 weiteren sportlichen und kulturellen Veranstaltungen ihr Können unter Beweis zu stellen. Zu den 5000 aktiven Athleten engagierten sich weitere 7000 Person bei den SONG 2010 (Betreuer, Healthy Athlets, Organisation etc.).
LP 1 – eine Woche mitmachen
Wir 16 Studierende von der MHMK Standort Hamburg haben uns in diesem Semester intensiv mit dieser größten Sportveranstaltung Deutschlands auseinandergesetzt und sie vom 14. – 19. Juni aktiv als Volunteers begleitet. Dabei wurden in früheren Veranstaltungen gewonnene Erkenntnisse zum Projektmanagement, Vereins- und Verbandsmanagement und Grundlagen der PR aufgegriffen. Für viele von uns waren es die ersten Erfahrungen mit dem Ablauf einer Sportgroßveranstaltung. Durch die Tatsache, dass der verantwortliche Professor Hans-Jürgen Schulke gleichzeitig Präsident des Organisationskomitee war, konnte ein direkter und vertiefter Zugang zu vielen Organisationsprozessen hergestellt werden.
Zu Beginn des Lehrprojekts 1 war uns allen noch nicht so recht bewusst was genau unsere Aufgabe in Bezug auf die SONG 2010 werden wird. Uns war klar, dass wir eine wissenschaftliche Arbeit über die Spiele am Ende des Semesters einreichen mussten. Aber wie groß im Endeffekt der Praxisbezug werden sollte war uns nicht bewusst.
Prof. Schulke stimmte uns in den ersten Wochen des Semesters durch seine informativen Vorträge auf die National Games in Bremen ein und weckte somit unser aller Interesse daran, tiefer in die Planung des Events einzutauchen. Somit war unsere Freude auch groß, als die Frage aufkam, ob wir nicht zu ein paar Exkursionen in Bezug auf die SONG die Räumlichkeiten der Macromedia verlassen wollen.
In den Folgewochen verschlug es uns als Gruppe nach Bremen zu einem der wöchentlichen Jour Fix´s der Projektorganisatoren. Zusätzlich ging es nach Berlin zum Medientag von Special Olympics Deutschland inklusive des Starts des Fackellaufs für die National Games. Zwei Ausflüge von Einzelnen zu einer Klausurtagung und einer Pressekonferenz in Bremen standen für uns auch noch auf dem Programm.
Dies alles sollte aber nur der Vorlauf für die Veranstaltungswoche vom 14.6 bis 18.6 sein.
Aufgaben im Pressezentrum
Wir Studierende haben zwei Aufgabenbereiche schwerpunktmäßig betreut. Diese waren das Pressezentrum und der VIP-Bereich.
Das Pressezentrum allgemein hat mehrere Aufgaben. Zum Einen bietet das Pressezentrum den Journalisten einen Arbeitsplatz, an dem diese die Informationen, die sie gesammelt haben, verarbeiten können. Zum Anderen stellen die Mitarbeiter den Medienvertretern alle benötigten Informationen zur Verfügung und unterstützen sie tatkräftig. Im Pressenzentrum haben wir während der gesamten Veranstaltungswoche gearbeitet. Los ging es am Sonntag den 13.06. und fertig waren wir, mit kurzen Unterbrechungen für den wohlverdienten Schlaf am Freitag, am 18.06.
Unsere Aufgaben bei der Arbeit im Pressezentrum waren folgende:
- tägliche Aktualisierung der Homepage während der Veranstaltung
- Hochladen von Bildern und News
- Erstellung von Presseclippings
- Medienvertretern bei Fragen zur Verfügung zu stehen
- Akkreditierungen durchführen
- Ergebnisdienst
- Hilfe bei der Erstellung der Pressedienste
- Interviewdurchführung
- Pressemappen erstellen und verteilen
- Recherchearbeiten
VIP-Aufgaben
Unsere eigentliche Tätigkeit im VIP Bereich begann am Montag bei der Eröffnungsveranstaltung. Wir kümmerten uns im Vorfeld um einige handwerkliche Tätigkeiten wie Plakate aufhängen und Banner aufstellen. Der erste direkte Kontakt mit den insgesamt 900 geladenen VIPs (darunter Bremens Bürgermeister Böhrnsen, Staatsminister Neumann, Willi Lemke und die Ex-Nationalspieler Frank Baumann und Marco Bode) kam dann bei der Öffnung der Arena zustande. Wir akkreditierten die geladenen Gäste für den abendlichen Empfang mit einem roten Bändchen und geleiteten sie zu ihren festen Plätzen. Während den Feierlichkeiten in der Arena hatten wir eine Zeit lang die Möglichkeit, die imposante Veranstaltung zu verfolgen.
Im direkten Anschluss an die Eröffnungsfeier gab es in einer Nebenhalle der Bremenarena einen VIP-Empfang. Unsere Zuständigkeitsbereiche reichten von Garderobenservice, über Ehrengästeakkreditierung bis hin zu VIP-Aktivierung für das Eintragen in das Gästebuch der Veranstaltung.
Die Möglichkeit uns im Anschluss an die Arbeit bei dem Buffet und den freien Getränken zu bedienen war dann ein wunderbarer Lohn für einen langen Arbeitstag.
In den folgenden Tagen befand sich unser Hauptarbeitsplatz im „Olympic Town“. Einige von uns sorgten im Ehrengästezelt dafür, dass nur akkreditierten Personen der Einlass gestattet wurde und kümmerten sich um Leute, die gerne an einer Siegerehrung teilnehmen wollten. Eine andere Gruppe schoss im Sponsorenzelt der ABB Souvenirfotos von Athleten. Zusätzlich zu unseren Aufgaben im „Olympic Town“ halfen wir noch an einigen Sportstätten aus, wenn dort Not am Mann war und Volunteers benötigt wurden.
Erfahrungen
Die Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung machen zu dürfen, brachte uns auf unserem privaten aber auch beruflichen Weg ein kleines großes Stück weiter. Wir lernten, richtig mit ihnen umzugehen, Freude mit ihnen zu teilen und sie mit anderen Augen zu betrachten. Offenheit, Herzlichkeit, Freundlichkeit sowie Teamfähigkeit sind keine Fremdwörter für die Athleten.
Unser soziales Engagement und die daraus persönlich gewonnene Reife sind ein gutes Fundament für unsere berufliche Zukunft. Bezogen auf unseren Studiengang Sport- und Eventmanagement bekamen wir nicht nur einen Einblick in den Organisationsablauf eines Sportevents, sondern durften hautnah den beruflichen Alltag eines Eventmanagers miterleben.
Für unser Studium bedeutet das, dass wir langsam aber sicher die gelernte Theorie in die Praxis umsetzen können, was uns somit den Einstieg in unser späteres Berufsleben erleichtern wird. Im Großen und Ganzen sind wir über den Arbeitseinsatz bei SONG sehr erfreut und hoffen, dass uns solche Möglichkeiten weiterhin an der Macromedia Hochschule geboten werden.
Wo erfahre ich mehr?
- Informationen können auf der offiziellen Seite der Special Olympics eingeholt werden: www.special-olympics.de
- Informationen über die letzten Special Olympics National Games in Bremen können auf der Homepage nach gelesen werden: www.nationalgames.de
- In Kürze wird ein Wikipedia-Artikel ausschließlich über die Special Olympic National Games in Deutschland erscheinen.
- Weitere Informationen können stets auf der Internationalen Special Olympics Homepage auf Englisch nachgelesen werden. www.specialolympics.org
Wie geht es weiter?
- 2011 erwarten uns die Special Olympics National Winter Games in Altenberg im Erzgebirge.
- 2012 ist München der Gastgeber, der nächsten Special Olympics National Summer Games.
- 2010 finden die nächsten internationalen Spiele in Warschau statt
- 2011 ist dann Athen der Gastgeber von den Weltspielen
(Bastian Uwihs)
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