01.02.10 | Köln | weiterempfehlen >

Wie erkennt man „Qualität im Journalismus"?

Das war die erste Frage, die MHMK-Kulturjournalistik-Studentinnen des 4. Semesters, Urike Kaiser stellten. Die Mitgründerin der Initiative „Qualität im Journalismus“ antwortete, es brauche Standards, wie man sie fast nur noch im „gehobenen Journalismus“ finde.


Es genüge nicht, nur zu berichten, man müsse auch reflektieren. Der Begriff „Qualität“ werde derzeit „inflationär gebraucht“, oft schlicht als schlechte Ausrede für Sparmaßnahmen. Meinungsvielfalt sei ein weiteres Qualitätskriterium, ferner der professionelle Umgang mit PR-Mitteilungen. "Qualitätsjournalismus ist in Gefahr", warnte Kaiser. Die langjährige Chefredakteurin des Fachblatts und Mitgliedermagazins „Journalist“ ist stellvertretende Bundesvorsitzende der Journalistengewerkschaft DJV. Sie war auf Einladung von Prof. Marlis Prinzing Gast im Seminar „Spezialgebiete“ Medienjournalismus. Als bestes „Rezept“ empfahl sie Herzblut für den Beruf und eine qualitätsbewusste Haltung. (as)