Pressefreiheit ist gefährdet, aber eines der höchsten Güter
Top-Journalisten diskutieren über die bedrohte Freiheit der Presse weltweitAm 3. Mai ist der von der UNO ausgerufene „Internationale Tag der Pressefreiheit“. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Pressefreiheit in Afrika - 20 Jahre nach Windhoek“. Genau vor 20 Jahren, im Jahr 1994, hat die UN Generalversammlung auf Vorschlag der UNESCO den Tag der Pressefreiheit am 3. Mai ausgerufen. Damit soll an die „Erklärung von Windhoek“ erinnert werden, die im Jahr 1991 mit dem Ziel der Förderung einer unabhängigen und pluralistischen Presse in Windhoek/Namibia verabschiedet wurde. Er erinnert aber auch an die Verletzung von Informations- und Freiheitsrechten in vielen Staaten der Welt. Organisationen wie Amnesty International oder Reporter ohne Grenzen weisen an diesem Tag auf Journalisten in Not hin, die in ihrer Arbeit eingeschränkt oder gar wegen ihres Berufs an Leib und Leben bedroht werden. Die besondere Situation, die momentan in Nord-Afrika herrscht, und die Rolle, die Presse und Social Media dabei spielen, geben dem Internationalen Tag der Pressefreiheit in diesem Jahr besonderes Gewicht.
Unsere Gäste an diesem Abend werden sein:
- Ulrich Encke, war bis 2008 Chefkorrespondent im Hörfunk des Bayerischer Rundfunks und als Journalist in vielen Krisenherden dieser Welt unterwegs (u.a. im Iran und Afghanistan)
- Heinz Hoppe, Dipl.-Journalist, hat lange Jahre fürs WDR Fernsehen gearbeitet und ist aktiv in der Journalistengruppe von Amnesty International
- Christine Schlötzer, stellvertretende Ressortleiterin Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung
- Ulrich Schmidla, Leiter des Auslandsressorts beim Nachrichtenmagazin Focus
Moderiert wird die Diskussion von
Prof. Dr. Richard Vielwerth und
Prof. Dr. Hektor Haarkötter.
 | Ulrich Encke, Dr. oec. Publ. (*1943) war bis 2008 Chefkorrespondent im Hörfunk des Bayerischen Rundfunks. In seiner journalistischen Tätigkeit, die er 1973 beim BR begonnen hatte, war Herr Encke regelmäßig in den Krisengebieten dieser Welt (u.a. Iran und Afghanistan) unterwegs. |
 | Heinz-Otto Hoppe, Dipl.-Journalist (*1968) ist freiberuflicher Journalist für Presse, Hörfunk und Fernsehen. Bei Amnesty International ist er Mitglied und Aktivist in der Sektion der Bundesrepublik Deutschland. |
 | Christiane Schlötzer (*1954) ist seit Oktober 2005 stellvertretende Ressortleiterin Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung München. Als Auslands-korrespondentin für die SZ und den Tages-Anzeiger Zürich arbeitete Frau Schlötzer von 2001 bis 2005 in Istanbul. |
 | Ulrich Schmidla (*1955) arbeitet als Chef vom Dienst und Leiter des Auslandsressort beim Focus. Zuvor war er u.a. als Welt-Korrespondent für fünf Jahre in Warschau, wo er den Wandel vom Kommunismus zum Kapitalismus und den Aufstieg des einstigen Arbeiterführers Lech Walesa zum polnischen Staatspräsidenten hautnah miterlebte. |