28.10.09 | Stuttgart | weiterempfehlen >

Sportarena - Quo vadis?

Experten-Runde in der EWS-Arena Göppingen mit Sportmanagement-Professor André Bühler diskutiert über die Zukunft der Sportarenen

 


Passend zum Thema "Sportarenen" war die EWS-Arena in Göppingen Schauplatz der dritten Auflage des Sporttalks, einer Veranstaltungsreihe der Sportregion Stuttgart.  Rund 150 Gäste verfolgten die Diskussion zwischen Prof. Dr. André Bühler von der MHMK, Andreas Kroll (Geschäftsführer von Porsche-Arena und Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart), Claus Regelmann (Geschäftsführer des Sindelfinger Glaspalastes), Andreas Schweickert (Geschäftsführer der EWS-Arena) sowie NWZ-Sportredakteur Harald Betz. Gastgeberin der interessanten Veranstaltung war SWR-Fernsehmoderatorin Valeska Homburg („Sport im Dritten“).

 

Das Hauptthema der Podiumsdiskussion war die Entwicklung der EWS-Arena "von der Schulturnhalle zur hoch professionellen Arena“. Im Rahmen des regen Expertenaustausches zeigte sich sehr schnell, dass sich die Arenen in Göppingen und Sindelfingen beispielsweise bei Nutzung, Betrieb oder Mietkosten sehr ähnlich sind, beide Veranstaltungsstätten allerdings in noch zu geringem Umfang für Firmenkongresse oder Musikveranstaltungen genutzt werden. „Hier ist noch deutlich Luft nach oben und echte Potentiale sind ungenutzt“, wie MHMK-Professor André Bühler anmerkt.

 

Auch die „Kostenexplosion" beim Bau der EWS-Arena spielte für André Bühler, der unweit der Arena in Schlat wohnt und selbst seit vielen Jahren Dauerkartenbesitzer des ortsansässigen Handballvereins ‚Frisch-Auf’ ist, eine zentrale Rolle. Bühler kritisierte vor allem die "mangelnde Transparenz" beim Umgang mit den gestiegenen Kosten des Hallenumbaus und stellte fest, "dass es privatwirtschaftlich schon längst Konsequenzen gegeben hätte bei den Fehlern, die gemacht wurden". EWS-Geschäftsführer Andreas Schweickert stimmte zu und erklärte: "Hier ist einfach nicht sauber gearbeitet worden."

Bleibt die Frage: Sportarena – Quo vadis?