JOURNALISM RELATIONS

NEUE SPANNUNGSFELDER ZWISCHEN JOURNALISMUS UND PR

Die digitale Revolution hat das Gleichgewicht von Journalismus und PR empfindlich gestört, die Grenzen verschwimmen. Gleichzeitig sind neue Formen von PR, aber auch von Journalismus aufgekommen. Die Ringvorlesung der Fächer Journalistik & PR und Kommunikationsmanagement an der MHMK sieht vor, die Diskussion zwischen Praktikern und Wissenschaftlern zu eröffnen. Sie sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.

 
Prof. Dr. Hektor Haarkötter
Prof. Dr. Lars Rademacher


4. April | 18.30 Uhr

«Propaganda als Problem: Kriegsberichterstattung, Transparenz und Informationspolitik»
Prof. Dr. Andreas Elter, MHMK | Dr. Andrea Claudia Hoffmann, FOCUS | Michael Brauns, Universität der Bundeswehr

31. Mai | 18.30 Uhr

«Medienkooperationen: Eine Kooperation zum gegenseitigen Nutzen?»

Am 31. Mai geht die MHMK Ringvorlesung „Journalism Relations – Neue Spannungsfelder zwischen Journalismus und PR“ am Campus München in die zweite Runde. Zum Thema „Medienkooperationen – Eine Kooperation zum gegenseitigen Nutzen?“ referieren Prof. Dr. Günter Bentele, Inhaber des Lehrstuhls für PR/Öffentlichkeitsarbeit an der Universität Leipzig und Steffen Eßbach, Redaktionsleiter des NDR-Medienmagazins „Zapp“.

In der offiziellen Richtlinie zu Medienkooperationen auf der Website des Deutschen Rats für Public Relations heißt es unter anderem: „Medienunternehmen oder Verlage treten gegenüber PR in zwei unterscheidbaren Rollen auf: erstens als Redaktionen und zweitens als Wirtschaftsunternehmen […] Für PR-Experten in Wirtschaftsunternehmen und PR-Agenturen ist es unabdingbar, beide Rollen strikt voneinander zu trennen“. Doch wie sieht die Realität aus? Immer wieder hört man von Absprachen, bei denen eine Hand die andere wäscht. Sogar von gezielter Bestechung der Redaktionen durch die PR war schon die Rede. Achten Öffentlichkeitsarbeiter die redaktionelle Freiheit? Inwiefern machen Journalisten von dieser überhaupt gebrauch? Werden Koppelgeschäfte aktiv von Medien betrieben? Ergibt sich ein gegenseitiger Nutzen aus Medienkooperationen oder verhärten sich die Fronten zwischen Journalismus und PR? Diskutieren Sie diese und weitere spannende Fragen mit unseren hochkarätigen Gästen.

 

12. Juni | 18.30 Uhr

«Crosspromotion: Wenn Sender für sich selbst werben»

Im dritten Teil der MHMK-Veranstaltungsreihe „Journalism Relations – Neue Spannungsfelder zwischen Journalismus und PR“ referieren Andreas Egger vom Bayerischen Rundfunk und Medienjournalistin (u.a. SPIEGEL ONLINE, taz, DIE ZEIT) Silke Burmester zum Thema „Crosspromotion: Wenn Sender für sich selbst werben“.

Cross-Promotion ist mittlerweile in allen Mediengattungen anzutreffen und zählt zu den zentralen Marketingstrategien großer Medienunternehmen. Verschiedene TV-Sender unter demselben Konzerndach bewerben sich beispielsweise gegenseitig in Trailern, frei nach dem Motto: „What happens in the family, stays in the family“. In einem Mediensystem, in dem die drei größten deutschen Rundfunkanstalten einen Marktanteil von ca. 90 Prozent besitzen, wachsen die Bedenken hinsichtlich der Medienkonzentration und Forderungen nach mehr Regulierung werden zunehmend lauter.
Gefährdet Crosspromotion den Wettbewerb? Herrscht die Diktatur der Medienkonglomerate? Ist die verfassungsrechtlich gebotene Meinungsvielfalt bedroht? Gehört Crosspromotion begrenzt oder gar verboten? Die MHMK München lädt ein auf eine Diskussion mit Andreas Egger vom Bayerischen Rundfunk und der freien Journalistin Silke Burmester.

 

20. Juni | 18.30 Uhr

«PR für einen guten Zweck: Heiligt der Zweck die Mittel?»

Im Rahmen der Ringvorlesung ‚Journalism Relations – Neue Spannungsfelder zwischen Journalismus und PR“ an der MHMK München referieren Caspar von Hauenschild vom gemeinnützigen Verein zur Korruptionsbekämpfung, Transparency International, und Prof. Dr. Rüdiger Funiok von der Hochschule für Philosophie München zum Thema „PR für einen guten Zweck: heiligt der Zweck die Mittel?“.

Für wen darf man PR machen? Und für wen nicht? Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Kernenergie betreibt – trotz der jüngsten Super-Gau-Katastrophe im japanischen Fukushima? Ist Öffentlichkeitsarbeit für Umweltschutzorganisationen dagegen löblich? Oder ist PR einfach nur gezielte Massenmanipulation und ‚Propaganda im Schafspelz‘ – egal für welchen Zweck? Diskutieren Sie mit.

 

26. Juni | 18.00 Uhr

«Der entfesselte Skandal: Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter» - Buchvorstellung

Am 26.06. findet die fünfte Veranstaltung im Rahmen der MHMK Ringvorlesung „Journalism Relations – Neue Spannungsfelder zwischen Journalismus und PR“ am Campus München statt. Gastreferent Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, stellt sein aktuelles Buch „Der entfesselte Skandal - Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter“ vor und steht bei einer anschließenden Diskussion Rede und Antwort.

Die Affären um Wikileaks, zu Guttenberg oder Wulff haben eindrucksvoll gezeigt: Niemand ist heute sicher vor blitzschneller Enthüllung. In Zeiten des Social Web und der digitalen Überall-Medien stellt der Skandal ein allgegenwärtiges Dauerrisiko dar - für jeden einzelnen von uns: „Die Reputation von Mächtigen und Ohnmächtigen, von Unternehmen und Staaten lässt sich in Rekordzeit zerstören“, so die Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und Hanne Detel in ihrem Gemeinschaftswerk „Der entfesselte Skandal“. Zudem behaupten die Autoren, dass wir den zeitgenössischen Medien und Technologien nicht gewachsen sind, weil wir uns nicht vorstellen können, was wir mit ihnen auslösen. Der kategorische Imperativ der neuen Zeit lautet daher: „Handle stets so, dass Dir die öffentlichen Effekte Deines Handelns langfristig vertretbar erscheinen. Aber rechne damit, dass dies nichts nützt.“ Haben wir tatsächlich die Kontrolle verloren? Sind wir alle potentielle Opfer von Verleumdung und Verfolgung? Sind wir Reputationsattacken durch Cyber-Mobs im World Wide Web schutzlos ausgeliefert? Reißen Shitstorms uns alle in den Abgrund? Oder kein Grund zur Panik? Die MHMK München lädt ein zu einer fesselnden Diskussion mit Professor Dr. Pörksen von der Universität Tübingen.

02. Juli | 18.30 Uhr

«Prominent berichtet: Prominente als Gegenstand der Berichterstattung»

Zum Abschluss der MHMK-Ringvorlesung ‚Journalism Relations – Neue Spannungsfelder zwischen Journalismus und PR‘ sind der bayerische Kabarettist Willy Astor und AZ-Kolumnist Michael Graeter zu Gast. Diskutieren Sie mit zum Thema: „Prominent berichtet: Prominente als Gegenstand der Berichterstattung“.

„Zickenkrieg bei den ‚Topmodels‘“, „Die neusten Diätentrends aus Hollywood“, „Aus und vorbei! XY wieder Single!“ oder „Hart drauf: Schon der sechste Koksentzug!“: So oder so ähnlich lauten die reißerischen Schlagzeilen des Boulevardjournalismus, die wir tagtäglich zu sehen und zu hören bekommen. Die Welt der Promis scheint eine faszinierende Anziehungskraft auf zahlreiche Rezipienten zu haben.  Magazine mit reichlich Klatsch und Tratsch über Stars und Sternchen erfreuen sich großer Beliebtheit, egal ob im Print-, TV-, Online- oder Hörfunkbereich. Warum ist das so? Welche Motive haben Menschen für die Rezeption von Promi-Magazinen? Eskapismus oder insgeheime Sehnsucht nach Glanz und Glamour? Leistet der Boulevard-Journalismus einen wichtigen Beitrag, oder trägt er eher zur kollektiven Verdummung bei?
Diskutieren Sie mit unseren Promi-Experten Willy Astor und Abendzeitung-Kolumnist Michael Graeter.

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