Das Konzept der Wertschöpfung ist heute als Strukturierungsansatz für Fragestellungen auf Unternehmens- wie auch auf volkswirtschaftlicher Ebene weit verbreitet und hat sich entsprechend auch in der Medienökonomie etabliert. Gleichwohl sind konkrete empirische Befunde zu aktuellen Veränderungen oder längerfristigen Prozessen des Wandels im Zusammenhang mit Medien und Kommunikation gegenüber konzeptionellen oder theorieorientierten Beiträgen eher selten.
Das Thema „Wertschöpfung durch Medien im Wandel“ ist aktuell für die Medienökonomie aus mindestens folgenden Gründen relevant:
 
Es mehren sich die Anzeichen, auch wenn die einzelnen Befunde noch unverbunden sind, dass Wertschöpfungsstrukturen der Medienwirtschaft wie auch die Vielfalt und Anzahl der Akteure auf den einzelnen Stufen der Wertschöpfung einem tiefgreifenden Wandel unterliegen. Beispiele sind u.a. die in ihrer quantitativen Bedeutung neuartigen Formen der Wertschöpfung durch Social-Media-Anwendungen (Facebook & Co.) oder die teils dramatischen Veränderungen traditioneller Strukturen – bis hin zu deren Auflösung –, wie sie etwa durch neue Zugänge zu Rezipientenmärkten (z.B. Mobile Games, Online-TV-Angebote) oder neue Möglichkeiten der Content-Produktion (z.B. durch sogenannten „User-generated-content“) bedingt werden.
 
Dieser Wandel wird voraussichtlich weitere, auch ganz grundsätzliche Konsequenzen haben hinsichtlich der Strategie, hinsichtlich der operativen Managementherausforderungen sowie des normativen Selbstverständnisses von Unternehmen und Management.
 
Das Konzept der Wertschöpfung erscheint dabei – trotz aller wohl notwendigen Anpassungen – als analytischer Rahmen geeignet, die Diskussion zu Treibern, Begleiterscheinungen und den unterschiedlichen Aspekten des Wandels strukturieren zu können.
 
Schließlich macht das Konzept der Wertschöpfung auch den Beitrag von Medien bzw. generell von Kommunikationsprozessen zur Entwicklung in Bereichen außerhalb der Medienwirtschaft bis hin zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung einer Quantifizierung zugänglich.
 
Das Konzept der Wertschöpfung ist dabei eng verbunden mit weiteren zentralen Begriffen der Medienökonomie wie Konvergenz, Crossmedialität, Diversifikation, Intermediation, Virtualisierung und Netzwerkbildung, ohne jedoch auf Fragestellungen zum Beitrag der Digitalisierung beschränkt zu bleiben.
Dass empirisch belegte Zusammenhänge noch hinter – wenn auch meist sehr plausiblen – theoretischen Mutmaßungen zurückfallen, liegt möglicherweise auch daran, dass das ursprünglich auf der volkswirtschaftlichen Ebene und später insbesondere von Porter (1985) auf Unternehmensebene weiterentwickelte Konzept nur unzureichend auf – insbesondere auch aktuelle – Entwicklungen innerhalb der Medienwirtschaft adaptiert und angepasst worden ist. Beiträge zu konzeptionellen  Erweiterungen gibt es freilich einige (u.a. Artopé/Zerdick, Picard, Wirth, van Kranenburg, Wirtz, Schumann/Hess), die es im Rahmen dieser Fachgruppentagung zusammenzuführen bzw. zu überprüfen lohnt.

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