Stereo 3D - Die Erfolgsgeschichte geht weiter.

Das kennen wir alle: jemand drängelt sich frech in die letzte Parklücke aber wenn er uns dann auch noch die Zunge rausstreckt - dann brennt die Luft.
Genau das war der Ausgangspunkt für den S3D-Kurzfilm, den die Münchner MHMK-Filmstudenten, gemeinsam mit Regisseur Marcus Morlinghaus umsetzten. Nach dem sehr erfolgreichen 3D-Seminar von 2009 konnte Kameraprofessor Leuthner wieder den Stereoguru Alaric Hamacher von Virtual-Experience für das aufwendige Hands-on-3D Seminar der Hochschule für Medien und Kommunikation gewinnen.

Am Anfang des Kameraseminars standen zwei praktischen Einführungstagen zur Aufnahmetechnik mit verschiedenen Stereo3D Rigs und den vielfältigen Einstellmöglichkeiten der Kamerasteuerungen.
 
P+S Technik unterstütze das Seminar sehr großzügig mit einem vollmotorisiertes Freestyle-Rig mit Funksteuerung für Angulation/Stereobasis und zwei SI-2K Kameraköpfen und Objektiven. Daneben stand noch ein P+S Standard-Rig von Virtual-Experience zur Verfügung, das mit den Sony EX3 Kameras der MHMK bestückt wurde. Gerade noch rechtzeitig zum Dreh eröffnete Chrosziel mit der Leihgabe der brandneuen 8Kanal Remotesteuerung Aladin MKII auch die Möglichkeit von Schärfen- und Zoomzüge beim Dreh (8Kanäle für Zoom, Fokus, Blende für jede Kamera plus Angulation und Stereobasis). Auch mit am Start war Panasonics 3D-Camcorder AG 3DA1 und das neue 25‘‘Stereodisplay - beides wurde von Videocation beigesteuert.
 
Mit den ersten (manchmal auch anstrengend bis schmerzhaften) Stereo-Sehübungen auf der Silberleinwand konnten die Studierenden sich an die neue Erzähldimension Bildtiefe herantasten. Schnell wurde allen Teilnehmern klar, dass ein extrem genaues Alignment der beiden Kameras im Rig die unabdingbare Voraussetzung für minimalen Korrekturaufwand in der Postproduktion sein würde. Blitzschnell entwickelten sich auch die grundsätzlichen kameragestalterischen Fragen wie z.B.: Kann man die emotionale Nähe des Zuschauers zu einer Figur in einer Schuss-/Gegenschusssequenz durch die Positionierung des Scheinfensters forcieren?

Mit Eifer organisierten die Kamerastudierenden alle notwendigen Requisiten und Autos, prävisualisierten mit Storyboards und ermöglichten die zweitägigen Dreharbeiten zu einer ehrgeizigen kleinen Kurzfilmidee. Die MHMK Tiefgarage sollte wieder die Location für die Fortsetzung des erfolgreichen ersten Workshopsfilms sein, den immerhin  ca 40.000 Zuschauer als Vorfilm zu Avatar in Münchner Kinos gesehen hatten.
 
Das Konzept des Seminars, gleich einen 3D-Dreh unter realen Bedingungen zu integrieren ging auch dieses Jahr wieder auf: Dozent Alaric Hamacher: „Die Technik wird immer besser, aber es geht bei Stereo3D natürlich nicht um die Technik an sich. Erklären kann man es wohl in ein paar Stunden aber man muss das sehen, man muss 3D erfahren.“


Auch für den Regisseur Marcus Morlinghaus ist klar:“Man kann bei 3D nicht einfach in den alten Bildern denken – man muss sich neue erarbeiten“. Die stereoskopisch gestalterischen Herausforderungen waren die, für eine Komödie notwendigen aber für das Medium 3D ungewöhnlich kurzen Schnitte, die dem Stakkato des komischen Schlagabtauschs der hinreißenden Schauspielerin Stefanie Mendoni und dem Schauspieler Ralf Willmann folgen mussten.
 
Zum Ende Produktion war es verdammt knapp aber es hat geklappt. Nach einer nächtlichen Schnittsession der Postproduktionsstudenten und einer Voice-Over Beatboxvertonung des Regisseurs konnten die stolzen Macher ihren 3D-Kurzfilm in der letzten Stunde des Praxisseminars in der Rohschnittversion vorstellen.

Die kleine rasante 3D-Erzählung begeisterte die, aus dem ganzen Haus zusammengekommen Mitarbeiter und Studenten. „Hohe Schnittfrequenz vermeiden“?-Das langgehegte Mantra der Stereoskopie darf getrost in Frage gestellt werden.
 
„Wir haben Stereo3D fest in unserem Curriculum verankert“ sagt Kameraprof Leuthner „Drüber reden reicht nicht. Man muss es machen“. Und falls einem so etwas wie mit der Parklücke passieren sollte, kann man im Film noch etwas lernen.
 

Erste 3DSeherfahrungen auf der Silberleinwand.
Erste 3DSeherfahrungen auf der Silberleinwand.
Alaric Hamacher erklärt wo das Kopfweh bei schlechtem 3D herrührt und wie man es vermeidet.
Alaric Hamacher erklärt wo das Kopfweh bei schlechtem 3D herrührt und wie man es vermeidet.
Stereoexperte und Regisseur beurteilen das Bild am 3DMonitor.
Stereoexperte und Regisseur beurteilen das Bild am 3DMonitor.
Selbst das extrem kompakte und voll motorisierte Freestylerig von P+S Technik stellt fürs Kamerahandling noch eine Herausforderung dar.
Selbst das extrem kompakte und voll motorisierte Freestylerig von P+S Technik stellt fürs Kamerahandling noch eine Herausforderung dar.
Mit Hilfe der Aladin MKII Funksteuerung werden Angulation, Stereobasis, Zoom und Schärfe eingestellt.
Mit Hilfe der Aladin MKII Funksteuerung werden Angulation, Stereobasis, Zoom und Schärfe eingestellt.
Perfektion bei der Aufnahme ist die Voraussetzung für minimalen Korrekturaufwand in der Postproduktion und 10 kritische Augen sehen mehr als zwei.
Perfektion bei der Aufnahme ist die Voraussetzung für minimalen Korrekturaufwand in der Postproduktion und 10 kritische Augen sehen mehr als zwei.
Neben den Komikfachkräften Stefanie Mendoni und Ralf Willmann...
Neben den Komikfachkräften Stefanie Mendoni und Ralf Willmann...
...spielte auch dieses Mal der Schlüssel mit Zauberkraft wieder eine entscheidende Rolle.
...spielte auch dieses Mal der Schlüssel mit Zauberkraft wieder eine entscheidende Rolle.
Nicht unscharf sondern 3D (falls Rot/Cyan-Brille zur Hand): Schauspielerin Stefanie Mendoni und Ralf Willman, Regisseur Marcus Morlinghaus, Steroexperte Alaric Hamacher und die 3D-Praxis-Workshopteilnehmer 2011 on location.
Nicht unscharf sondern 3D (falls Rot/Cyan-Brille zur Hand): Schauspielerin Stefanie Mendoni und Ralf Willman, Regisseur Marcus Morlinghaus, Steroexperte Alaric Hamacher und die 3D-Praxis-Workshopteilnehmer 2011 on location.
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