Mittwoch | 15. Juni 2011
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„Der ESC ist nicht nur ein kommerzielles Event, sondern hat eine paneuropäische Bedeutung!“

Im Rahmen des Symposiums „Der Eurovision Song Contest als TV-Event“ diskutierten am 12. Mai Musikmanager und PR-Fachleute der MHMK mit Medienwissenschaftlern und ESC-Praktikern über die Bedeutung des Contests.


Auf Einladung der MHMK und ihrer Kooperationspartner, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, der Fachhochschule Düsseldorf und des Eurovision Research Network, trafen sich zwei Tage vor dem diesjährigen Grand Prix um die 50 ESC-Fans und Fachleute und zahlreiche Medienvertreter auf dem Podium des Symposiums „Der Eurovision Song Contest als TV-Event“.

 

Der Gastgeber Prof. Dr. Ulrich Klinkenberg, Dekan des Fachbereichs Medien der Fachhochschule Düsseldorf sprach das Grußwort. Bevor dann die Moderatoren „Professor  Schlager“ Martin Lücke (Studienrichtungskoordinator Musikmanagement der MHMK) und „Doktor Eurovision“ Irving Wolther mit Musik- und Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer (Universität Oldenburg), Hörfunkmoderator Tim Frühling (ESC-Kommentator 2009), Sängerin Bianca Shomburg (ESC-Teilnehmerin 1997), Ivana Dragila (Redakteurin das Magazins „Musikmarkt“) und PR-Professor Lars Rademacher von der MHMK ins Gespräch kamen. Die Stimmung war gut und die Diskussionsbeiträge spannend und fachlich interessant. Lars Rademacher stellte die in den Medien vielzitierte Umfrage der MHMK vor, laut der die Deutschen einen erneuten Sieg von Lena für unwahrscheinlich hielten, was ja dann auch eingetroffen ist. Insgesamt stellten die Teilnehmer einige interessante Thesen in den Raum, darunter auch Rademachers Aussage, dass der ESC ein Wettbewerb zwischen Nationen sei, der jenseits von machtpolitischen Interessen eine Art paneuropäische Sprache etabliere. Auch die vier Fachvorträge von Wissenschaftlern aus Deutschland, Großbritannien und Griechenland, insbesondere der Vortrag „Gerappte griechische Wirtschaftskrise im 9/8-Takt“ von Ioannis Polychronakis, streiften die Frage, inwieweit der Contest nationale Identitäten berührt.

 

Insgesamt gab es eine höchst positive Resonanz auf die Diskussion und die Vorträge, weshalb geplant ist, dieses Veranstaltungsformat weiterzuführen.

 

Eine Zusammenfassung der Diskussion ist hier zu lesen. (sis)

Moderatoren „Professor Schlager“ Martin Lücke und „Doktor Eurovision“ Irving Wolther