MHMK vergibt Journalism Awards in Köln
Die Zuschauer der 2. Preisverleihung des MHMK Journalism Awards konnten spannende journalistische Innovationen erleben.
Eine journalistische Internetseite, um User generierte Inhalte aus Krisengebieten einzuordnen, eine kombinierte Musikjournalismus- und Konzertplattform und ein lokales Wikileaks mit redaktionell aufbereiteten Inhalten der Informationen – dies waren die Preisträger beim diesjährigen, bundesweiten Journalismus Wettbewerb der MHMK.
Der Wettbewerb soll dazu dienen, die Innovationsförderung im Studiengang Journalistik zu stärken und ist Ergebnis einer bundesweit koordinierten Unterrichtseinheit. Vor allem aber sollen die Studierenden durch den Wettbewerb die Möglichkeit bekommen, ihre Konzepte einer Jury von journalistischen Praktikern vorzulegen. Sophie Burkhardt (ZDF), André Zalbertus (AZ Media) und Stephan Klemm (Kölner-Stadt-Anzeiger) wählten aus zehn nominierten Konzepten drei Gewinner aus. Die Preisverleihung fand diesmal in Köln statt, sie rotiert zwischen den Campus der MHMK.
Den ersten Platz belegte Elisabeth Krafft (Stuttgart) mit „Liberté d'Information“ - Die Presse muss die Freiheit haben alles zu sagen, damit manche Leute nicht die Freiheit haben, alles zu tun. Ein Konzept, das Beteiligten von Kriegen und Krisen auf der ganzen Welt die Möglichkeit geben soll, über die Umstände, in denen sie leben, ohne Einschränkung zu berichten. Die Einträge werden anonym behandelt und von einer Redaktion eingeordnet. Elisabeth Krafft will mit ihrem Konzept den Menschen die Chance geben, sich mitzuteilen, ohne Angst vor Repressionen in ihrem Heimatland haben zu müssen.
Den zweiten Platz des MHMK Journalism Award belegte das Konzept „Konzertplanet“, von Sinah Vonderweiden (Hamburg), eine Internetseite, auf der Musikbegeisterte von Interviews, Rezensionen und Kritiken, Live-Berichterstattungen von Konzerten und Informationen über Künstler alles aus einer Hand und journalistisch aufbereitet erfahren. Auf die Idee kam Sinah Vonderweiden, weil es sie selbst immer gestört hat, für die verschiedenen musikrelevanten Informationen, auf viele verschiedene Internetseiten gehen zu müssen.
Den dritten Platz hat Jacqueline Traut (Köln) mit „Undichtes-Saarland“ belegt: Eine Enthüllungsplattform a la Wikileaks. Aber mit einer besonderen Komponente: Hier arbeiten Journalisten und die saarländische Bevölkerung gemeinsam für mehr Öffentlichkeit und Transparenz. Die Enthüllungen werden zunächst gegen recherchiert und redaktionell überprüft, bevor sie veröffentlicht werden.
Weitere Infos unter: www.mymediaspot. de (medialab)

Jury von links nach rechts (hintere Reihe): Sophie Burkhardt, André Zalbertus, Stephan Klemm; Preisträgerinnen davor von links nach rechts: Jacqueline Traut, Sinah Vonderweiden, Elisabeth Krafft

