Monokultur des Fußballs
Prof. Dr. André Bühler von der MHMK sprach am 29. Juni im NDR-Medienmagazin ZAPP über die Deutsche Fußball Liga (DFL) und ihre Macht über die Medien.
„Wir sprechen in Deutschland von einer Monokultur des Fußballs. Es gibt fünf Sportarten: Fußball, Fußball, Fußball, dann kommt vielleicht noch ein bisschen Formel 1, und dann kommen die anderen Sportarten“, so äußerte sich Prof. Dr. André Bühler am vergangenen Freitag im NDR-Medienmagazin ZAPP. Der Professor für Sport- und Eventmanagement im Studiengang Medienmanagement am Campus Stuttgart spricht in dem Beitrag von Grit Fischer und Stephanie Zietz über „Die DFL und ihre Macht über die Medien“. Und beantwortet Fragen wie: Welche Auswirkungen hat die Macht der Vermarktungsorganisation von 36 deutschen Fußballclubs? Und kann die DFL wirklich die Berichterstattung beeinflussen?
Was Bühler feststellt, dass die DFL tatsächlich eine der mächtigsten Sportorganisationen ist und versucht, die Medien dahingehend zu beeinflussen, dass Fußball vor allem als sauberer Sport präsentiert wird. Die DFL-eigene Firma Sportcast produziert und verkauft dazu nicht nur selbstproduziertes Material, sondern verpflichtet die Sender auch vertraglich, bei Interviews vorgeschriebene Hintergründe und Kameraeinstellungen zu verwenden, Flitzer, schlechte Stimmung im Stadion, freie Sitze und fluchende Spieler nicht zu zeigen und Interviewzeiten auf maximal 90 Sekunden zu limitieren. Sender, die mehr als andere für Senderechte zahlen, erhalten exklusive Vorteile.
Mehr darüber und die Antwort auf die Frage, wo so die Pressefreiheit in der Fußballberichterstattung bleibt und wer die DFL kontrolliert, sehen Sie online im Lifestream des ZAPP-Beitrages und hier im vollständigen Interview auf der NDR-Webseite. (sis)


