Donnerstag | 25. Oktober 2012

Die Macht der Social Media


„Talking Death – Trauerarbeit im Internet“ war Titel eines Diskussionsforums, mit dem die Macher der Internationalen Social Media Week in Berlin als Finale ein besonders heißes Eisen aufgegriffen haben.


MHMK-Professorin Dr. Marlis Prinzing war Gast auf dem Podium. Oliver Schmid, Gründer des Trauerportals (www.gedenkseiten.de), Journalist Steve Haack (www.golem.de), Jörg Eisfeld-Reschke (www.ikosom.de),  Gründer eines Instituts für die Kommunikation in sozialen Medien, und die MHMK-Professorin analysierten Potentiale und Risiken von Trauerarbeit und digitalem Erbe im Netz.

 

„Wer ein virtuelles Leben hat, also in Facebook oder Twitter ist oder eine Website besitzt, sollte diesen digitalen Nachlass genauso regeln, wie das, was er sonst vererbt“, erklärte die MHMK-Professorin, und zum Beispiel bei einem Menschen seines Vertrauens die Passwörter hinterlegen. Das kann auch auf einem virtuellen Portal sein.

 

Hauptaufgabe seines Portals, erläuterte Schmid, sei jedoch, Menschen einen virtuellen Platz zu geben, wo sie ihre Trauer mit anderen Menschen teilen. Haack wies auf das Risiko hin, dass solche Portale das Verarbeiten von Trauer verlangsamen; Eisfeld-Reschke erzählte von einem verstorbenen Freund, der weit entfernt begraben ist. Sein wirkliches Grab könne er selten besuchen, virtuell aber das Gedenken an ihn gemeinsam mit anderen Freunden lebendig halten.

 

Fazit: Das Internet eröffnet in einer mobilen, säkularen Gesellschaft, die dem Tod ausweicht, neue Chancen, im gemeinsamen Trauern Halt zu finden. Es hängt vom Einzelnen ab, wie er dies nutzt. Für Marlis Prinzing führt dies auf den Kernpunkt: Medienkompetenz ist heute eine Schlüsselqualifikation, die in der Zivilgesellschaft weit mehr als bislang geschult werden muss, um den neuen Möglichkeiten wirklich gewachsen zu sein.

 

Die Social Media Week ist ein internationaler Event, die Konferenz wurde weltweit zeitgleich in 13 Städten abgehalten, darunter Los Angeles, Shanghai, London, Barcelona und Berlin; dort war das Zentrum in der Design Akademie im Aufbauhaus.

 

Über Twitter, Facebook, Blogs und Liveübertragungen und im direkten Gespräch diskutierten Laien und Profis, Programmierer, Designer, Medienwissenschaftler, Politiker, Pädagogen und Publikum über die Macht und die  Möglichkeiten sozialer Medien. Manche Workshops waren seit Wochen ausgebucht, über 12.000 Besucher haben sich registrieren lassen. Zu den Hauptthemen gehörten auch und das Demokratisierungspotential der Social Media. (MP)

 


Prof. Dr. Marlis Prinzing

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