Donnerstag | 01. Juni 2017

Von schlauen Daten-Maschinen und klugen Gedanken: Prof. Kolo im Gespräch mit Berliner Zeitung


Drei Chefredakteure, zwei Berliner Zeitungen und eine Vielzahl an Fragen zum Journalismus von morgen: Anlässlich des neu geschaffenen Newsrooms von Berliner Zeitung und Berliner Kurier führen Jochen Arntz, Elmar Jehn und Thilo Knott ein programmatisches Interview zur Zukunft der Zeitungsverlage. Ihr Gesprächspartner: Prof. Dr. Dr. Castulus Kolo, Dekan der Hochschule Macromedia.


Wo also ist er, der Platz der Zeitung in der digitalisierten Welt? Das wollen Jochen Arntz, Elmar Jehn und Thilo Knott aus dem Verlagshaus DuMont Berliner Verlag im Chefredakteuren-Interview von Prof. Dr. Dr. Castulus Kolo wissen. Der Medienwissenschaftler und Ökonom macht es ihnen nicht leicht, für einfache Antworten ist er nicht zu haben. „Unsere Welt wird immer komplexer, diese Entwicklung können wir nicht zurückdrehen“, so Kolo. Eine Rückkehr in das Zeitalter der Massenmedien, in denen Zeitungen die Meinungen einer Bevölkerungsmehrheit harmonisierten, werde es nicht geben.

Meinungsbildung ernst nehmen, Orientierung bieten

Trotzdem werde genau das die größte Stärke der Zeitungen bleiben: „[…] nach verlässlichen Informationen zu suchen, gegensätzliche Standpunkte abzubilden und so auf einer seriösen Basis zum Meinungsbildungsprozess beizutragen.“ Erst recht, so Kolo, im Zeitalter der sozialen Medien, in denen Algorithmen über den Nachrichtenwert eines Ereignisses entschieden: „[…] diese sogenannte Weisheit der Masse hat noch nie zu wirklich Neuem geführt. Sie birgt vielmehr die Gefahr, dass Echokammern und Filterblasen entstehen […]. Es braucht künftig also beides: die schlauen Daten-Maschinen und die klugen Gedanken. Letzteres ist Ihr Job“, so der klare Auftrag des Medienwissenschaftlers an die Zeitungsmacher.  

Vertrauensvorschuss erkennen, Menschen und Märkte zusammenbringen

Doch wer bezahlt die aufwändigen Recherchen, die hinter den klugen Gedanken stehen, will das Chefredakteuren-Trio wissen. „[Die] Verlage [müssen] Geschäftsfelder suchen […], die zwar etwas mit ihrer heutigen Stärke zu tun haben, sie aber neu interpretieren und erweitern“, ist die Antwort des Macromedia-Dekans. „Früher haben Zeitungen über ihre Anzeigen Wohnungen oder Autos vermittelt, morgen können sie diese Kompetenz mit Hilfe ihrer digitalen Angebote ausweiten auf weite Bereiche des Lebens und so dazu beitragen, unser Leben vernünftiger zu gestalten. Nur so schaffen wir uns eine Umwelt, die lebenswert, nachhaltig und effizient ist.“

Geschäftsfelder finden, Mediatisierung und Urbanisierung nutzen

Für diese Ausweitung der Geschäftsfelder sei Berlin ein ideales Terrain. „Wir sehen heute zwei große Trends in den Metropolen – die Mediatisierung und die Urbanisierung. […] Metropolen sind datengetrieben, sie werden zusammengehalten von einem riesigen Netz aus Kommunikation und Information. […] die Aufgabe eines Medienhauses ist es, hier die richtigen Fragen an die Unmengen von Daten zu stellen, die sich daraus ergeben – und den Menschen so Orientierung zu vermitteln. Die Geschwindigkeit des digitalen Wandels bedingt es, dass wir uns ständig neu erfinden in Zeit, Raum und Inhalt.“

Und? Lässt sich das vielleicht doch etwas plakativer sagen, Herr Kolo? „Ihre Nähe zu den Menschen und das Vertrauen, das man Ihnen entgegenbringt, sind dabei Ihr entscheidender Wettbewerbsvorteil. Eine Riesenchance, nutzen Sie sie!“

Wir sagen: danke an den DuMont-Verlag für den Beitrag – und danke für diese klugen Gedanken, Prof. Kolo!

Das vollständige Interview lesen Sie hier in der Berliner Zeitung.

Hier erfahren Sie mehr zum Studiengang Management.

(IMH)


Ein exklusiver Interviewtermin: Die dreiköpfige Chefredaktion des Berliner Verlags befragt Prof. Kolo zur die Zukunft der Zeitung.

Das Innere des Ferrati-Neubaus ist mit modernster technologischer Infrastruktur ausgerüstet. Quelle: Berliner Zeitung

Prof. Dr. Dr. Castulus Kolo ist Dekan der Hochschule Macromedia. Er lehrt und forscht zu Zukunftsfragen der Medienentwicklung.

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