Sonntag | 25. Juni 2017

Experteninterview: Prof. Prinzing über Transparenz und Leserdialog im Online-Journalismus


Welchen Stellenwert besitzt die journalistische Berichterstattung für die digitalisierte Gesellschaft? Warum sind Transparenz über die eigenen Quellen und Angebote zum Leserdialog wichtiger denn je? Darüber hat Angela Delonge von der Aachener Zeitung mit der Medienethikerin Prof. Dr. Marlis Prinzing vom Macromedia Campus Köln gesprochen. Herausgekommen ist die Standortbestimmung eines Berufsfeldes.


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Terror, Flucht und Populismus: wie gehen Medien mit diesen Entwicklungen um? Welche Antworten geben sie dem Leser auf brisante Fragestellungen? Das wollte Angela Delonge, Redakteurin der Aachener Zeitung, von Prof. Dr. Marlis Prinzing wissen.

„Wir sehen jeweils differenzierte Berichterstattung ebenso wie oberflächliche“, erläuterte Prinzing, sowie einen Trend: „Ich habe den Eindruck, dass bei vielen Journalisten seit einiger Zeit ein sensibleres Bewusstsein für die Grautöne in der Berichterstattung gewachsen ist und dafür, wie wichtig es ist, auch Betroffene zu Wort kommen zu lassen, die Perspektive der Opfer zu sehen und sich Fragen nach der Verantwortung zu stellen.“ All dies belege, wie wichtig es ist, dass gerade Journalisten einem ethischen Kompass folgen. „Journalisten sind für eine vitale demokratische Gesellschaft so wichtig wie Ärzte für die Volksgesundheit“, analysierte Prinzing.  Für die aktuellen Herausforderungen unserer Gesellschaft brauche es professionelle Journalisten mit Rückgrat, die relevante und auch brisante Themen anpacken.

"Wo habe ich das noch gelesen?" - Prinzing fordert spitzere Medienmarken

Eine der durch die digitale Technik erwachsenen, besonderen Herausforderungen bestehe darin, dass viele, die Nachrichten auf verschiedenen Portalen online lesen, sich nicht erinnern, von wo genau sie welche Nachricht bezogen haben. Sie wüssten damit auch nur bedingt, ob die Quelle vertrauenswürdig war. Hier sieht sie nur einen Weg: Die Marken-Wahrnehmung auch online stärken. Das bedeute letztlich, Medienkompetenz stärken und damit auch das Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, gerade in einer Zeit wie heute, in der Falschmeldungen massenhaft und rasant wie nie verbreitet werden können, zu wissen, aus welcher Quelle man sich informiert und ob man dieser wirklich trauen könne.

(PM)

Weiterführende Links:
- Das gesamte Interview "Journalismus: Neue Herausforderungen und die Bewältigung"
- Studium Journalistik, Fachrichtung Journalismus
- Studium Journalistik, Fachrichtung Sportjournalismus


Großes Interview mit Prof. Dr. Marlis Prinzing in der Aachener Zeitung.

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