
Weichert ist Professor für Journalistik und vermittelt dem Nachwuchs Qualitätsjournalismus. (Foto: Kathrin Brunnhofer)
Der Hauptstadtjournalismus verwahrlost
Journalistikprofessor Stephan Weichert und Medienwissenschaftler Leif Kramp analysieren den Verfall eines mächtigen Berufsstandes.
Mit zehn Thesen fordern sie eine Verbesserung der Berichterstattung. Ihr neues Buch „Die Meinungsmacher. Über die Verwahrlosung des Hauptstadtjournalismus“ erscheint am 14. Mai 2010 bei Hoffmann und Campe. „Wir decken in dem Buch generelle Mechanismen und Prozesse auf. In Berlin ist vor allem der Herdentrieb der Medienmeute zum Problem geworden: jeder schreibt von jedem ab, es wird kaum noch recherchiert und mit Bikinifoto-Galerien wird versucht, Klicks und Auflage zu machen“, so Weichert. Dr. Stephan Weichert ist Professor für Journalistik an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Hamburg sowie Projektleiter am Institut für Medien- und Kommunikationspolitik in Berlin. Leif Kramp arbeitet als Medienwissenschaftler und Journalist vornehmlich in Berlin, Hamburg und New York. Die beiden sind Herausgeber der Reihe „Wozu noch Journalismus“ der Süddeutschen Zeitung, in der namhafte Kollegen auf sueddeutsche.de ihren Beruf reflektieren.


