Alumnus

Arnold Kieferle

Portrait Arnold Kieferle

Arnold Kieferle

Bei Veränderung und Wandel denke ich an die zunehmende Digitalisierung. Diese verändert auch unsere Jobs. Auf den ersten Blick sehen die meisten eine Gefahr, doch ich sehe da eindeutig eine Verbesserung. Wir werden immer vernetzter, Fahrzeuge werden intelligenter und wir gewinnen dadurch mehr Zeit für wichtigere Dinge. Hier wird noch so viel kommen und es wird so spannend!

Interview

Wo arbeiten Sie heute und wie lautet Ihre dortige Positionsbezeichnung?

Bei der AUDI AG in Ingolstadt als Graphical User Interface Designer.

Welche Aufgaben haben Sie dort?

Zu meinen Aufgaben gehört die Entwicklung von digitalen Designs auf den im Interior vorhandenen Displays, wie z. B. dem MMI (Multi Media Interface), dem Virtual Cockpit, der Klimaanlage sowie der Apps, die man im sowie außerhalb des Fahrzeuges auf Smartphones und Wearables verwendet. Passend zur AUDI DNA wird ein eindrucksvolles Interaction Design sowie eine intelligente User Experience erschaffen. Dabei ist man als Designer in unterschiedliche Entwicklungsstadien integriert – vom Showcar bis hin zum fertigen Serienmodell. Als AUDI Mitarbeiter hat man bereits von Anfang an eine große Eigenverantwortung und bringt seine eigenen Projekte voran. Natürlich funktioniert das alles nur mit einem starken, abteilungsübergreifenden Team, in dem jeder seine individuellen Fähigkeiten mitbringt.

Was begeistert Sie an Ihrer Position?

Es macht Spaß und ich stelle mich täglich neuen Herausforderungen. Wir gestalten die Zukunft mit und das begeistert mich! Täglich gibt es Veränderungen, neue Techniken im und um das Fahrzeug. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem innovative, digitale Verknüpfungen im Automobilbereich geschaffen werden müssen. Durch bahnbrechendes Design entsteht nicht nur Leidenschaft am Fahren, sondern auch Freude am Bedienen. Für den Kunden werden Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine entwickelt, die ein faszinierendes Produkterlebnis schaffen. Interfaces müssen schnell und intuitiv bedienbar sein und dürfen gerade im Automotive Bereich trotzdem nicht an emotionaler Darstellung verlieren. Genau deswegen ist dieser Job nicht nur extrem spannend für mich, sondern meine Leidenschaft.

Hatten Sie sich Ihren Job vor dem Studium so vorgestellt?

Ja, absolut. Es war mir im Vorhinein klar, dass es mich in die digitale Richtung verschlägt. Von Buchdruck o.ä. habe ich mich von Anfang an distanziert. Mir ist es wichtig, stetig voranzukommen, neue Medien zu integrieren und meine digitalen Designs weiterzuentwickeln.

Inwiefern haben die Hochschullehrer und Projekte Sie gut auf diese heutige Arbeit vorbereitet?

Durch eine sehr große Projekt- und Kursvielfalt habe ich im Studium Einblicke in verschiedenste Gestaltungsaspekte erhalten. Diese Bandbreite weiß ich auch heute im Beruf zu schätzen. Dennoch kamen eigene Vorlieben bzw. eigene Interessen nicht zu kurz. Oft besaßen wir einen großen Gestaltungsspielraum bei der Umsetzung unserer studentischen Projekte. Das kam mir sehr entgegen – auf diese Weise konnte ich immer das Beste aus den Projekten rausholen.

Bei welchem Unternehmen/Einrichtung haben Sie Ihr Praxissemester verbracht und wie bewerten Sie Ihre dort gemachten Erfahrungen?

Mein Praktikum habe ich bei einer kleinen Stuttgarter Werbeagentur mit etwa 30 Mitarbeitern gemacht. Es war interessant und ich konnte dort viel mitnehmen. Das Aufgabenspektrum war aufgrund der Agenturgröße auch deutlich breiter als bei der Agentur Jung von Matt/Neckar, bei der ich nach meinem Bachelorabschluss zwei Jahre gearbeitet habe.

Wie war Ihr Kontakt zu Kommilitonen? Wie ist er heute?

Während der Studienzeit war der Kontakt natürlich immer vorhanden. Heute ist er nicht mehr so intensiv, da viele der ehemaligen Kommilitonen in ganz Deutschland verteilt sind. Dank Facebook und Co. ist das zwar kein Problem, aber der regelmäßige Kontakt wird weniger. Was aber gut ist, dass man bereits als Student der Hochschule Macromedia anfängt, sein Netzwerk aufzubauen. Nichts ist wichtiger als gute Kontakte, gerade in dieser Branche.

Wie wichtig schätzen Sie „Offenheit für Veränderung“ ein, um in der modernen, digital getriebenen Arbeitswelt heute und morgen zu bestehen?

Für mich extrem wichtig. Wer heute keine Offenheit für Veränderungen hat, hat meiner Meinung nach verloren. Es bringt einfach nichts, auf alten Prozessen zu verharren. Wir müssen uns täglich neu erfinden und versuchen, alles noch besser zu machen. Es ist für mich ein stetiger Prozess, weil sich täglich so viel verändert. Durch die Digitalisierung entstehen ja auch neue Jobs, die großen Spaß machen können und viel Freiraum sowie neue Entwicklungsmöglichkeiten bieten.