Alumna

Christina Blieffert

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Christina Blieffert

"Es ist ok, auch nach dem Studium noch nicht sicher zu sein, was genau ihr machen möchtet – lasst euch nicht einreden, dass es (nur) den einen richtigen Job für euch gibt, es gibt so viele Möglichkeiten, macht das, worin ihr aufgeht und was euch glücklich macht."

Wo arbeiten Sie heute und wie lautet Ihre dortige Positionsbezeichnung?

Eventmanagerin bei der Stage Entertainment GmbH.

Welche Aufgaben haben Sie dort?

Ich bin gemeinsam mit meinen Kollegen für die Planung, Organisation und Durchführung von Events (z.B. Musical Premieren, Award Verleihung, Lesungen, Konzerte, Hautpversammlungen etc.) zuständig, die außerhalb des regulären Musicalbetriebs stattfinden. Ich kalkuliere, kontrolliere und plane die Events in den fünf Hamburger Stage Musical Theater unter Berücksichtigung von Budget und Kapazitäten.

Warum arbeiten Sie an dieser Stelle und was begeistert Sie?

Die Atmosphäre in Theatern hat mich schon immer beeindruckt. Es ist als wenn man in eine andere Welt eintaucht. Die Zusammenarbeit mit dem Personal vor Ort und die unterschiedlichen Möglichkeiten, die die verschiedenen Häuser bieten, finde ich spannend. Gleichzeitig fordern sie einen auch jedes Mal aufs Neue heraus.

Hatten Sie sich diese Art von Arbeit vor dem Studium vorgestellt?

Bevor ich in einem großen Unternehmen gearbeitet habe, war ich in einer etwas kleineren Eventagentur angestellt, in der ich alle meine Basics gelernt habe. Ich denke schon, dass mir früh bewusst war, worauf ich mich einlasse, denn das Eventgeschäft ist sehr schnelllebig, fordernd und spannend zugleich. Mir war anfangs nicht bewusst, dass der größte Teil der Arbeitszeit am Rechner im Büro sein würde. Allerdings habe ich auch das zu schätzen gelernt, denn nur mit einer perfekten Vorbereitung des Events macht die Durchführung auch Spaß.

Inwiefern haben die Hochschule, die Kooperationspartner der Hochschule bzw. das Personal der Hochschule Sie gut auf diese heutige Arbeit vorbereitet?

Im Eventgeschäft ist das Networking ein wichtiger Faktor. Durch die Ausflüge, Vorträge sowie Projektarbeiten mit Kooperationspartnern, die wir mit vielen der Dozenten gemacht haben, fällt es einem auch beim späteren Berufseinstieg leichter, ins Gespräch zu kommen und aktiv auf Partner, Kunden, Dienstleister o.ä. zuzugehen.

Bei welchem Unternehmen oder welcher Organisation haben Sie Ihr Praxissemester verbracht und wie bewerten Sie Ihre dort gemachten Erfahrungen?

Bei der Eventagentur Vagedes & Schmid in Eppendorf. In der Agentur habe ich schnell gelernt, Verantwortung zu übernehmen und eigenständig zu arbeiten. Wenn man zuverlässig und engagiert ist, wird einem diese auch schnell übertragen. Das Eventgeschäft fordert einem allerdings auch viel ab, sodass ich früh gemerkt habe, auch klare Grenzen setzen zu müssen. Wenn man das allerdings geschafft hat, dann macht der Job unfassbar viel Spaß.

Falls zutreffend: Wie bewerten Sie rückblickend das Semester an der ausländischen Partnerhochschule? Welche Impulse konnten Sie mitnehmen?

Es war nochmal vollkommen anders, die Lerninhalte in einer anderen Sprache aufzunehmen und sich intensiv mit ihnen auseinanderzusetzen. Am Ende zu sehen, dass auch das machbar ist, habe ich als herausfordernd und schön erlebt. Das Auslandssemester war tatsächlich eine der besten Zeiten meines Lebens, die ich nicht missen möchte. Wenn man sich darauf einlässt, lernt man unfassbar viele unterschiedliche Menschen kennen und verbessert seine Sprachkenntnisse nochmal enorm. Offenheit, Spontanität und Vertrauen in das eigene Können sind Dinge, die ich definitiv mitgenommen habe.

Wie war Ihr Kontakt zu Kommilitonen und was erhoffen Sie sich von diesen Kontakten in der Zukunft?

Innerhalb des Kurses sowie Studiengangübergreifend habe ich ziemlich enge Freundschaften geknüpft, dir mir während meines Studiums die Lernphasen erleichtert haben, sei es zum Lernen oder zum Abschalten nach dem Lernen. Im Nachgang des Studiums ist es wunderbar, sich auszutauschen und so auch Einblicke in die verschiedenen Branchen zu bekommen, in denen die Kommilitonen arbeiten. Die Medienbranche ist stark verknüpft, weshalb ich auch schon an der einen oder anderen Stelle beruflich mit meinen ehemaligen Kommilitonen zu tun hatte.

Wenn Sie an Ihr Studium zurückdenken, woran denken Sie besonders gerne?

An das Auslandssemester und an die verschiedenen Ausflüge z.B. zum Olympischen Stützpunkt in Hamburg, an ein Projekt mit der damaligen 1. Bundesliga im Volleyball oder an unser Projekt den Sportkongress im Millerntorstadion.

Woran denken Sie bei „Veränderung und Wandel“ ganz allgemein?

Alles verändert sich und in der heutigen Zeit noch schneller als noch vor 50 Jahren. Nicht nur die Welt, die Technik und Medien verändern sich rasend schnell, sondern auch wir als Menschen. Besonders als junger Mensch wird man heutzutage mit Möglichkeiten überschüttet, was gut und schlecht sein kann. Da noch einen klaren Kopf zu behalten und zu realisieren was man eigentlich möchte, ist nicht einfach. Man muss sich klar machen, dass Veränderung & Wandel nur dann etwas Gutes ist, wenn man sich selber damit wohlfühlt.

Wie wichtig schätzen Sie „Offenheit für Veränderung“ ein, um in der modernen, digital getriebenen Arbeitswelt heute und morgen zu bestehen?

Ich denke, man sollte generell offen für Veränderungen sein, aber nur dann, wenn es sich für einen selber richtig anfühlt. Wenn man sich für eine Sache begeistert, dann ist man automatisch offen für Veränderungen bzw. strebt sogar nach Veränderungen bzw. Verbesserungen. Wenn man in der Arbeitswelt von morgen nicht besteht aufgrund einer Nicht-Offenheit für Veränderungen, dann ist es schlichtweg die falsche Arbeitswelt.

Haben Sie ein Ziel, wo Sie in 10 Jahren stehen möchten?

Nein, tatsächlich sind 10 Jahre eine lange Zeit und ich weiß heute noch nicht, wofür ich mich in einem Jahr brennend interessiere. Dank der Möglichkeiten in der heutigen Zeit, möchte ich mich nicht festlegen und werde sehen was die Zukunft so bringt.