Alumnus

Hagen Föhr

Portrait Hagen Föhr

Hagen Föhr

Es ist vollkommen in Ordnung, am Anfang des Studiums noch keine Antwort auf die Frage zu haben, was man machen oder werden will. Die interessantesten Menschen, die ich kennengelernt habe, werden diese Frage wohl nie richtig beantworten können.

Interview

Wo arbeiten Sie heute und wie lautet Ihre dortige Positionsbezeichnung?

Im April 2015 habe ich das Urlaubsschnäppchenportal www.reiseuhu.de gegründet, um unseren Leser*innen dabei zu helfen mit den günstigsten Reisedeals und damit für kleines Geld in Urlaub fahren zu können. Seit 2020 informieren wir zudem umfassend über das Thema Kreditarten auf Reisen und wie man am effektivsten Meilen für Freiflüge und Upgrades sammeln kann Heute führe ich das Unternehmen mit 10 Mitarbeitern an unserem Standort in Berlin.

Welche Aufgaben haben Sie dort?

In meinem Unternehmen kümmere ich mich aktuell primär um die Mitarbeiterführung, Administration, Steuerthemen, das Marketing und die Pressearbeit.

Warum arbeiten Sie an dieser Stelle und was begeistert Sie?

Ich hatte immer von einem eigenen, digitalen Unternehmen geträumt. Spannende Projekte bearbeiten und dabei frei agieren zu können – das wollte ich. Ich mag es, immer wieder neu herausgefordert zu werden, mich in neue Aufgaben einzuarbeiten und dabei die eigenen Grenzen neu zu definieren. Außerdem bin ich bis heute absolut verrückt nach günstigen Reisedeals und der Idee, für wenig Geld an schöne Orte zu fahren.

Hatten Sie sich diese Art von Arbeit vor dem Studium vorgestellt?

Nicht so konkret. Deshalb habe ich stark davon profitiert, mich während meines Studiums ständig mit digitalen, aber auch klassisch betriebswirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.

Inwiefern haben die Hochschule, die Kooperationspartner der Hochschule bzw. das Personal der Hochschule Sie gut auf diese heutige Arbeit vorbereitet?

Bis heute helfen mir die realitätsnahen und praktikablen Methoden aus meinem Studium. Klar ist theoretisches Wissen ein wichtiger Bestandteil jeder akademischen Ausbildung, dennoch bin ich dankbar, dass in vielen Fällen auch anhand greifbarer Beispiele und Projekte gelehrt wurde.

Bei welchem Unternehmen oder welcher Organisation haben Sie Ihr Praxissemester verbracht und wie bewerten Sie Ihre dort gemachten Erfahrungen?

Ich habe mein Praxissemester bei der Pressestelle der Deutschen Lufthansa in München absolviert. Diese Erfahrung hat mich zweierlei Dinge gelehrt: 1. Reisen oder (in diesem speziellen Falle) Fliegen ist ein Thema, mit dem ich mich gerne tagtäglich beschäftigen möchte. 2. Die Arbeit bei einem großen Konzern ist nichts für mich.

Wenn Sie an Ihr Studium zurück denken, woran denken Sie besonders gerne?

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir bis heute die gute und entspannte Atmosphäre in den Vorlesungen. Aufgrund der kleinen Lehrgruppen war ein direkter Austausch mit dem Dozenten, aber auch unter den Studenten möglich. Oft entstanden richtige Diskussionsrunden, die dann bei mir wiederum zu einer intensiven und einprägsamen Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema geführt haben.

Wie wichtig schätzen Sie „Offenheit für Veränderung“ ein, um in der modernen, digital getriebenen Arbeitswelt heute und morgen zu bestehen?

In meinen Augen ist eine derartige Haltung essentiell für die Karrieren von heute und morgen. Das Internet und die digitale Marktwirtschaft haben alles verändert. Wer in dieser dynamischen Umgebung erfolgreich sein will, muss flexibel sein und darf keine Angst vor Veränderungen haben. Im Gegenteil, Veränderungen sollte immer als Chance gesehen werden, sich weiterzuentwickeln.

Haben Sie ein Ziel, wo Sie in 10 Jahren stehen möchten?

Ich hätte in 10 Jahren gerne genauso viel Freude an meiner Arbeit und meinem täglichen Leben wie heute.