Alumna

Kerstin Schulz

Platzhalter weiblich

Kerstin Schulz

Seit ihrem Abschluss im Fach Sport- und Eventmanagement (B.A.) am Kölner Campus der Hochschule Macromedia geht unsere Alumna Kerstin Schulz einen sehr geradlinigen Karriereweg im Sportbusiness. Im Mai 2021 hat sie ihre neue Position als Managerin Business Relations beim Forschungs- und Beratungsunternehmen Nielsen Sport begonnen. Zuvor war Schulz über fünf Jahre bei Sportfive tätig. Für den Sportrechtevermarkter arbeitete sie unter anderem in der Hamburger Zentrale, im Vertriebsteam von Hertha BSC sowie als Managerin Sales im Sportfive-Team beim Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Das Alumni-Interview führte Kerstin während ihrer Tätigkeit für Hertha BSC.

Wo arbeiten Sie heute und wie lautet Ihre dortige Positionsbezeichnung?

Ich arbeite seit März 2015 bei Europas größtem Sportrechtvermarkter Lagardere Sports ehem. SPORTFIVE. Meine derzeitige Position nennt sich Associate Sales für das Team Hertha BSC.

Welche Aufgaben haben Sie dort?

Meine Aufgabe ist die Akquise von Sponsoren für den Fußballerstligisten Hertha BSC. Ich arbeite aber auch für die Lizenzmannschaft Hertha BSC sowie 15 weitere Fußballclubs der 1.-3. Liga. Hinzu kommen Sponsoring-Aktivitäten für übergreifende Fußballevents wie Europa-und Weltmeisterschaften oder das DFB Pokalfinale. Beispielhafte Rechte sind u.a. Vermarktung Stadionname, Trikotsponsor (Brust und Ärmel), Stadionwerbemaßnahmen wie Bandenwerbung, digitale Kampagnen über soziale Vereinsmedien, etc.

Warum arbeiten Sie an dieser Stelle und was begeistert Sie?

Bis zu meinem Berufseinstieg konnte ich mich nie mit dem Thema Vertrieb identifizieren. Heute bin ich jedoch davon überzeugt, einen optimalen Berufseinstieg gefunden zu haben. Durch flache Hierarchien und eine Menge Eigenverantwortung kann ich meine Arbeit selbst bestimmen, meine Projekte selbst planen und werde von einem sehr großen Netzwerk von Kollegen und Vereinskollegen unterstützt. Mich begeistert die Plattform Fußball und dessen Einfluss auf die Wirtschaft. Auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit mittelständischen und großen Unternehmen fasziniert mich. Gemeinsam und auf Augenhöhe definieren wir Kampagnen, die den Kunden und seine Ziele vorantreiben.

Hatten Sie sich diese Art von Arbeit vor dem Studium vorgestellt?

Nein, ich habe mich immer im Marketing oder Sponsoring auf Kundenseite gesehen. Das betrachte ich auch weiterhin als spannenden Bereich. Mein derzeitiger Job gibt mir jedoch die Möglichkeit, die Marketing-und Sponsoringsicht von Agentur- und Vereinsseite zu erfahren. Das umfasst meiner Meinung nach ein größeres Spektrum und bereitet mich gleichzeitig darauf vor, auch auf Unternehmensseite arbeiten zu können.

Inwiefern haben die Hochschule, die Kooperationspartner der Hochschule bzw. das Personal der Hochschule Sie gut auf diese heutige Arbeit vorbereitet?

Das Studium hat mir einen guten Einblick in die Sportwirtschaft ermöglicht, die Vorlesungen haben mich gut vorbereitet. Sowohl betriebswirtschaftliche Basics als auch Beispiele aus der Praxis haben mir beim Berufseinstieg geholfen. Und den Rest lernt man dann während des Jobs.

Bei welchem Unternehmen oder welcher Organisation haben Sie Ihr Praxissemester verbracht und wie bewerten Sie Ihre dort gemachten Erfahrungen?

Mein Praxissemester habe ich bei der Werbeagentur conceptbakery (heute ZONE) in Köln im Bereich Social Media verbracht. Die Erfahrungen waren super und mein erster Einblick in die Agenturwelt. Mir wurden schnell eigene Aufgaben und Projekte übertragen. Im Vergleich zum Praktikum bei der BMW AG war diese Erfahrung positiver, da ich viel eigenverantwortlicher arbeiten durfte.

Wie war Ihr Kontakt zu Kommilitonen und was erhoffen Sie sich von diesen Kontakten in der Zukunft?

Den Kontakt zu meinen Kommilitonen habe ich während und auch nach meinem Studium sehr geschätzt. Dadurch, dass wir nun in alle Himmelsrichtungen verstreut sind, ist der Kontakt nicht mehr so eng, aber dennoch freundschaftlich.

Wenn Sie an Ihr Studium zurück denken, woran denken Sie besonders gerne?

An spannende Projekte, liebe Menschen und motivierende Dozenten. Durch kleine Studiengruppen hatte man immer den persönlichen Draht zum Professor. Und falls es mal gehakt hat oder man einen Rat gesucht hat, stand auch die Tür des Campusdirektors immer offen!

Woran denken Sie bei „Veränderung und Wandel" ganz allgemein?

An Chancen, die Dinge so zu gestalten, wie sie der Welt nutzen. Und ich denke an die Möglichkeit für jeden, seine eigenen Ideen einzubringen. Das war sicherlich vor 20 Jahren schwieriger.

Wie wichtig schätzen Sie „Offenheit für Veränderung" ein, um in der modernen, digital getriebenen Arbeitswelt heute und morgen zu bestehen?

Offenheit für Veränderung ist mit Sicherheit eine Kernkompetenz. Trotzdem sollte man bereit sein, Veränderungen auch kritisch zu hinterfragen. Nicht alles, was gerade modern ist, ist zwangsläufig richtig.

Haben Sie ein Ziel, wo Sie in 10 Jahren stehen möchten?

Die letzten 5 Jahre haben mir verdeutlicht, dass ein fixer Plan nicht immer das ist, was einen glücklich macht. Eine Vision ist toll, aber wenn man vom Weg abgebracht wird, stößt man eventuell auch auf Pfade, die noch weit interessanter sind. Die Floskel „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?” hat meiner Meinung nach ausgedient.

Gibt es etwas, das Sie unseren Studienanfängern mit auf den Weg geben möchten?

Irgendwann macht selbst Statistik Sinn 🙂