Alumna

Kim-Jasmin Mizani

Kim-Jasmin Mizani

"Mein Motto ist „Change is good“. Das sehen nicht viele so, aber ich denke, dass wir uns im ständigen Wandel befinden und Wandel immer neue Türen öffnet."

Interview

Wo arbeiten Sie heute und wie lautet Ihre dortige Positionsbezeichnung?

Ich arbeite bei der DKB im Bereich DP&T (Digital Products & Technology) als Kommunikationsverantwortliche.

Welche Aufgaben haben Sie dort?

Der Bereich hat drei Fachbereiche, denen jeweils verschiedene Teams untergeordnet sind. Ich bin für jegliche Art der Kommunikation zuständig – vom Aufbau der Intranetplattform, Vorbereitung und Durchführung interner Schulungen bis hin zur Vorstandskommunikation und zum Stakeholdermanagement.

Warum arbeiten Sie an dieser Stelle und was begeistert Sie?

Nach mehreren Jahren auf der Agenturseite habe ich ein Großunternehmen gesucht, indem ich mich langfristig sehe und mich weiterentwickeln kann. Die DKB ist keine traditionelle Bank, sondern eine Tech Bank mit sehr modernen Strukturen und tollen Kollegen. Darüber hinaus habe ich bis zum Antritt meiner aktuellen Stelle immer im PR-Bereich gearbeitet und nach einer neuen Herausforderung gesucht.

Hatten Sie sich diese Art von Arbeit vor dem Studium vorgestellt?

Tatsächlich nicht. Vor meinem Studium konnte ich mir immer nur schwer vorstellen, wie mein zukünftiger Job einmal aussehen wird. Gerade der Kommunikationsbereich ist so weit gefasst und bringt so viele verschiedene Positionen mit sich, dass es manchmal sehr schwer ist, sich konkret etwas darunter vorzustellen. Mein jetziger Job ist für Außenstehende oftmals noch schwer nachzuvollziehen (viele verwechseln interne Kommunikation mit HR), bringt aber so viel Vielfalt und Spannung mit sich!

Inwiefern haben die Hochschule, die Kooperationspartner der Hochschule bzw. das Personal der Hochschule Sie gut auf diese heutige Arbeit vorbereitet?

Die Leute an der Macromedia haben mich immer unterstützt. Insbesondere Herr Pietzcker ist mir damals sehr entgegen gekommen, als ich als einzige Studentin in meinem Jahrgang meine Bachelorarbeit auf Englisch schreiben wollte, weil ich damals schon wusste, dass ich im Ausland arbeiten und meinen Master in den USA machen möchte. Die Bachelorarbeit auf Englisch schreiben und vorstellen zu können war nicht selbstverständlich und ich habe die Offenheit der Professoren sehr geschätzt und bin ihnen bis heute sehr dankbar dafür.

Bei welchem Unternehmen oder welcher Organisation haben Sie Ihr Praxissemester verbracht und wie bewerten Sie Ihre dort gemachten Erfahrungen?

Ich habe mein Praxissemester bei Porsche in den lateinamerikanischen Headquarters in Miami verbracht. Ich wollte so viel Auslandserfahrung und Arbeitserfahrung auf Englisch wie möglich sammeln und habe mich daher entschieden, auch mein Praxissemester im Ausland zu verbringen. Das war die beste Entscheidung und ich kann sie nur jedem empfehlen! Erste, praktische Arbeitserfahrungen im Ausland sammeln zu können ist besonders und hebt einen bei Bewerbungsgesprächen extrem von anderen Bewerbern ab.

Wie bewerten Sie rückblickend das Semester an der ausländischen Partnerhochschule? Welche Impulse konnten Sie mitnehmen?

Ich habe mein Auslandssemester an der University of Westminster in London verbracht. Der Unterricht war sehr viel allgemeiner und weniger spezifiziert, was ich aber in dem Semester als Vorteil angesehen habe. Gerade an meinem Campus (Harrow Campus) hat man fast nur lokale Studenten gehabt und ich habe sehr schnell Anschluss finden können und ein echtes Gefühl für ein Auslandsstudium gewonnen, weil man eben nicht nur mit anderen Austauschschülern Zeit verbringt, sondern mit Locals!

Wie war Ihr Kontakt zu Kommilitonen und was erhoffen Sie sich von diesen Kontakten in der Zukunft?

Dadurch, dass die einzelnen Kohorten nicht sehr groß sind, lernt man sich sehr schnell kennen und findet direkt Anschluss. Ich habe wertvolle Freundschaften schließen können, die ich zum Teil heute noch habe.

Wenn sie an Ihr Studium denken, woran denken Sie besonders gern?

An meine beiden Semester im Ausland, meine Kommilitonen und Professoren.

Woran denken Sie bei „Veränderung und Wandel“ ganz allgemein?

Mein Motto ist „Change is good“. Das sehen nicht viele so, aber ich denke, dass wir uns im ständigen Wandel befinden und Wandel immer neue Türen öffnet.

Wie wichtig schätzen Sie „Offenheit für Veränderung“ ein, um in der modernen, digital getriebenen Arbeitswelt heute und morgen zu bestehen?

Gerade im Bereich Kommunikation ist Offenheit das A und O. Kommunikation und insbesondere die Kanäle sind ständig im Wandel und wir – als ausgebildete Kommunikatoren – müssen uns schnell anpassen und vorausschauend arbeiten können.

Haben Sie ein Ziel, wo Sie in 10 Jahren stehen möchten?

Ich glaube, dass man das jetzt noch gar nicht so genau planen kann. Das einzige was ich vorhabe, ist bis dahin wieder im Ausland zu leben – langfristig. Ich habe jetzt so viele Jahre im Ausland gelebt und denke seit meiner Rückkehr oft daran wieder täglich Englisch zu sprechen und andere Menschen und Umfelder kennen zu lernen.

Gibt es etwas, das Sie unseren Studienanfängern mit auf den Weg geben möchten?

Geht ins Ausland! Selbst wenn ihr es nicht langfristig vorhabt, ist Weltoffenheit heutzutage so wichtig – professionell und auch für einen selbst. Es ist ein „einfacher“ Weg während seines Studiums an sonst nur schwer zu erreichende Visa ranzukommen und andere Länder zu erleben!