Alumna

Louisa Grotkamp

Louisa Grotkamp

Interview

Wo arbeiten Sie heute und wie lautet Ihre dortige Positionsbezeichnung?

Ich arbeite aktuell als Corporate Communications Manager bei Schülke & Mayr.

Welche Aufgaben haben Sie dort?

Ich verantworte die Entwicklung und den Ausbau der internen Kommunikation, gestalte und pflege unterstützend die Kommunikation in den sozialen Medien und der Corporate Website.

Warum arbeiten Sie an dieser Stelle und was begeistert Sie?

Der Wunsch, nach dem Studium in der Unternehmenskommunikation zu arbeiten, kam schon während des Bachelorstudiums auf. Ich habe schon immer leidenschaftlich gerne geschrieben und die Tätigkeit ist eine Mischung aus kreativer Eigengestaltung und Beratung, da die Unternehmenskommunikation längst eine beratende Funktion innerhalb der Unternehmen eingenommen hat.

Hatten Sie sich diese Art von Arbeit vor dem Studium vorgestellt?

Nicht konkret. Zwar war der Wunsch da, nach dem Studium etwas in die Richtung Kommunikation zu machen, viele dieser Bereiche waren aber bis noch vor einigen Jahren vornehmlich analog. Erst durch die vermehrte digitale Transformation sind vielfältige Anwendungsbereiche entsandten und haben mir ein ganz neues Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten eröffnet. Während des Studiums habe ich die Möglichkeit genutzt, über diverse Werkstudententätigkeiten und Praktika einige dieser Optionen kennen zu lernen und habe mich schließlich mit der Unternehmenskommunikation identifizieren können.

Inwiefern haben die Hochschule, die Kooperationspartner der Hochschule bzw. das Personal der Hochschule Sie gut auf diese heutige Arbeit vorbereitet?

Besonders im Bachelorstudiengang wurden mir wertvolle Tipps im Bereich Kommunikation und journalistisches Schreiben mit auf den Weg gegeben. Durch Präsentations- und Sprachtraining sowie die vielen Präsentationen habe ich dann die Scheu vor öffentlichem Reden verloren. Besonders dankbar bin ich Prof. Dr. Thomas Garms, der mir mit seinen Erfahrungen und Rat sowie seinem Netzwerk schließlich den Weg in die Unternehmenskommunikation eröffnet hat.

Bei welchem Unternehmen oder welcher Organisation haben Sie Ihr Praxissemester verbracht und wie bewerten Sie Ihre dort gemachten Erfahrungen?

Mein Praxissemester habe ich in der Social Media Abteilung von der About You GmbH absolviert, wo ich erstmals Einblicke in die Start Up Szene bekommen habe. Nach dem Praxissemester bin ich dort noch eine Weile als Werkstudentin geblieben und würde die Zeit, die Erfahrungen und das dort aufgebaute Netzwerk auch nicht missen wollen.

Wie bewerten Sie rückblickend das Semester an der ausländischen Partnerhochschule? Welche Impulse konnten Sie mitnehmen?

Mein Auslandssemester an der Limkokwing University in Malaysia hat mich rückblickend am meisten während des Studiums beeinflusst und bestärkt, den richtigen Weg gewählt zu haben. Neben unzähligen Freundschaften auf der ganzen Welt und neuen Einblicken in verschiedenste Kulturen habe ich mich auch persönlich während des Auslandaufenthaltes sehr viel weiterentwickeln können, insbesondere weil ich viele tolle Möglichkeiten wahrgenommen habe. So durfte ich unter anderem auf Events vor hunderten von Zuschauern moderieren, Projekte mit der deutschen Botschaft realisieren und bei einer Fashion Show mitwirken.

Woran denken Sie bei „Veränderung und Wandel“ ganz allgemein?

An Digitalisierung.

Wie wichtig schätzen Sie „Offenheit für Veränderung“ ein, um in der modernen, digital getriebenen Arbeitswelt heute und morgen zu bestehen?

Als existenziell. Besonders konservative Unternehmen müssen in Sachen Digitalisierung einiges aufholen, um auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben zu können. Auch bei dem Thema Mitarbeiterrekrutierung sollten sich Unternehmen nicht nur den Anforderungen des Marktes anpassen, sondern auch den Ansprüchen der Mitarbeiter und Bewerber der jüngeren Generation gerecht werden, um für diese als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Zu großen Teilen sind die Nachwuchskräfte sogar die Experten in puncto Digitalisierung und können den Unternehmen in vieler Hinsicht voranbringen, wenn man ihre Stimmen nicht durch Hierarchien, Gewohnheiten und alte Routinen unterdrückt.

Haben Sie ein Ziel, wo Sie in 10 Jahren stehen möchten?

Wer weiß, was mir bis dahin für Optionen über den Weg laufen. In einer perfekten Zukunft habe ich beruflich die größtmöglich Flexibilität und arbeite ausschließlich an Projekten, die mir Freude bringen und mich gleichzeitig bereichern.