Jonas Kusel

Jonas Kusel
Design, Media and Communication Design
Campus Hamburg

Tätigkeit nach dem Studium: Label & Artist Support Specialist bei Believe Distribution Services
Wo arbeiten Sie heute und wie lautet Ihre dortige Positionsbezeichnung?
Ich arbeite heute bei Believe Distribution Services, dem weltweit führenden Independent-Musikvertrieb, als Label & Artist Support Specialist für den Raum DACH und Skandinavien.

Welche Aufgaben haben Sie dort?
Ich bin Problemlöser, Nachhilfelehrer und Ansprechpartner für alles, was nicht direkt mit der strategischen Releaseplanung, Katalogoptimierung oder Marketing aktueller Künstler zu tun hat. Über 3000 Künstler und Labels wenden sich an mein Team und mich für alle Anfragen rund um Metadaten, Abrechnungen, Leistungsschutzrecht, oder akute Probleme bei von uns belieferten Stores (Spotify, Apple, Amazon, … insgesamt über 200). Ich löse diese Probleme in Eigenregie oder in Kooperation mit internationalen Teams von Kolleginnen und Kollegen oder direkt mit den Stores und vermittle Künstlern und Labels das nötige Wissen, um die sehr technische Natur von all dem zu verstehen, was um die Musik als solche herum passiert. Zusätzlich helfe ich intern in der Übersetzung von Newslettern (besonders während der aktuellen Pandemie) und umfangreichen Wikis und bin mitverantwortlich im physischen Vertrieb.

Warum arbeiten Sie an dieser Stelle und was begeistert Sie?
Ich liebe Musik und eine Stelle im Digitalvertrieb (oder beim Label) stellt die perfekte Möglichkeit dar, Kulturschaffende und Musiker zu unterstützen. Besonders an dieser Position ist, dass sie ein sehr breit gefächertes und gleichzeitig tiefes Wissen um alle Prozesse im Unternehmen erfordert, die relevant für die Künstler sind – von den Metadatenrichtlinien der einzelnen Stores bis hin zu Buchhaltungsprozessen hinter den Abrechnungen. Es ist nicht nur wichtig, akute Probleme lösen zu können, sondern auch, Wissen vermitteln zu können, damit bestimmte Probleme nicht erneut auftauchen und das Tagesgeschäft so effizienter machen.
Dahinter steht das altruistische Mantra, Künstlern jeder Karrierestufe mit Kompetenz, Respekt, Fairness und Transparenz zu begegnen und sie bestmöglich in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Hatten Sie sich diese Art von Arbeit vor dem Studium vorgestellt?
Vor dem Studium war ich sehr unsicher, in welcher Industrie genau ich landen würde – auch angesichts der breit gefächerten theoretischen und praktischen Grundlagen, die das Studium vermittelt. Erst im Laufe des Pflichtpraktikums bei Believe und während meiner Tätigkeit als Werkstudent habe ich die Indie-Musikindustrie lieben gelernt und bin so immer mehr damit verwachsen.

Inwiefern haben die Hochschule, die Kooperationspartner der Hochschule bzw. das Personal der Hochschule Sie gut auf diese heutige Arbeit vorbereitet?
Für die Arbeit in einem französischen Unternehmen mit weltweit über 1600 Mitarbeitern in 45 Ländern ist gutes Englisch unabdingbar. Ein englischsprachiges Studium absolviert zu haben, erlaubt es mir heute, komplexe technische Sachverhalte präzise und empfängergerecht zu kommunizieren.

Sehr gut vorbereitet haben mich auch die intensive Arbeit in kleinen Gruppen mit stetigem Praxisbezug sowie die anspruchsvollen und motivierenden Lehrkräfte an der Macromedia. Während die fachlichen Inhalte meines Studiums weniger auf die Musikindustrie fokussiert waren, bin ich sehr froh, dass an der Macromedia auch auf Disziplinen wie Projekt- und Zeitmanagement oder Rhetorik Wert gelegt wird. Die Art und Weise, wie ich heute arbeite, verdanke ich maßgeblich dem Studium an der Macromedia.

Bei welchem Unternehmen oder welcher Organisation haben Sie Ihr Praxissemester verbracht und wie bewerten Sie Ihre dort gemachten Erfahrungen?
Tatsächlich arbeite ich seit Beginn des Praxissemesters 2016 bei Believe. Damals, als Praktikant im Videoteam, habe ich Video- und Bildinhalte für Künstlerkanäle auf YouTube erstellt und die Auswertung ihrer weltweiten Rechte auf Videoplattformen betreut. Die Lernkurve war sehr steil, aber die Thematik gleichermaßen technisch und kulturell, dass mich das Praktikum dazu bewogen hat, in der Industrie zu bleiben, weiter zu lernen und mich hier heute heimisch zu fühlen. Die Arbeitsatmosphäre war und ist sehr familiär – so wurde ich schnell ein wichtiger Teil des Teams und fühlte mich und meine Arbeit wertgeschätzt. Das waren für mich gute Voraussetzungen für die Arbeit in einer fordernden und schnell wachsenden Industrie.

Falls zutreffend: Wie bewerten Sie rückblickend das Semester an der ausländischen Partnerhochschule? Welche Impulse konnten Sie mitnehmen?

Das Semester in Thailand bot eine perfekte Waage aus kultureller und wissenschaftlicher Bildung. Es gab etliche Exkursionen, oftmals auch interdisziplinär. So haben wir im Rahmen von Projektarbeiten beispielsweise mehrtägige Fahrten zu Volksfesten im ganzen Land unternommen; wir besuchten eine Grundschule im Norden Thailands oder trugen zur Rehabilitation der Korallenriffe Ko Khams vor der Küste von Rayong bei. Wir lernten die Kultur, Bildungslandschaft sowie auch Flora und Fauna Thailands kennen und wertschätzen, was nicht nur unglaublich interessant war, sondern auch bei den Projektarbeiten half, denn sie alle befassten sich mit Themen im Kontext des Landes, seiner Bevölkerung und der Wirtschaft. Sehr hilfreich waren auch die Sprachkurse in Thai, die den Alltag in Thailand ungemein erleichterten.

Wie war Ihr Kontakt zu Kommilitonen und was erhoffen Sie sich von diesen Kontakten in der Zukunft?
Als ich im Wintersemester 2013 das Studium an der Macromedia begann, war mein Studiengang einer der wenigen englischsprachigen, entsprechend waren meine Kommilitonen und ich während der Vorlesungs-, Lern- und Projektphasen oft unter uns – wenngleich es auch einige Projekte mit Kommilitonen aus anderen Fachrichtungen gab. Die Bindung zwischen meinen Kommilitonen und mir innerhalb des Studiengangs war intensiv – schließlich haben wir sieben Semester lang quasi ununterbrochen miteinander gearbeitet. Durch die kleinen Kurse bilden sich schnell schulklassenähnliche Dynamiken, die mir direkt nach dem Abitur den Einstieg in das Uni-Leben erleichtert haben. Einige Kommilitoninnen und Kommilitonen von damals sind heute noch meine Freunde und wir versuchen, uns regelmäßig zu sehen. Fun Fact: fünf Macro-Alumni sind heute meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen, und auch unter meinen Kunden finden sich ein paar Macro-Alumni!

Wenn Sie an Ihr Studium zurückdenken, woran denken Sie besonders gerne?
Die dialogähnlichen Lehrveranstaltungen mit praxisnahen Dozentinnen und Dozenten, das Gefühl nach der Projektabgabe, und ganz besonders die 2 Wochen Roadtrip durch Thailand während des Auslandssemesters. Das Allerbeste war es aber, das Bachelorzeugnis überreicht zubekommen.

Woran denken Sie bei „Veränderung und Wandel“ ganz allgemein?

An Anpassung, Feedback, Data Science und Soziologie.

Wie wichtig schätzen Sie „Offenheit für Veränderung“ ein, um in der modernen, digital getriebenen Arbeitswelt heute und morgen zu bestehen?
Rechenkapazität ist heute mietbar, leistungsstarke Computer passen in eine Hosentasche und vernetzen sich immer und überall miteinander. Allein die CD, dann MP3s und dann mobiles Musikstreaming haben die Musikindustrie in den letzten 30+ Jahren buchstäblich auf den Kopf gestellt. Es scheint mir unumgänglich, technologischen Fortschritt wertzuschätzen und zu nutzen.

Gleichzeitig sollten wir uns damit beschäftigen, wie soziale Gefüge durch neue Technologien beeinflusst werden und wie wir unsere neuen Werkzeuge nutzen.

Offenheit für Veränderung halte ich für wichtig, solange sie nicht unüberlegter, vorschneller Adaption weicht. Trends schnell erkennen und ihre Herkünfte datenbasiert ergründen zu können, sind dabei glaube ich zwei der wichtigsten Skills dafür.

Haben Sie ein Ziel, wo Sie in 10 Jahren stehen möchten?
Nichts Konkretes – aber ich denke, die Musikindustrie wird mich so schnell nicht wieder los.

Gibt es etwas, das Sie unseren Studienanfängern mit auf den Weg geben möchten?

Besonders an diejenigen Erstsemester, die gerade das Abi gemacht haben: kleine Kurse und praxisnahes Arbeiten bedeuten an der Macromedia fokussierten Wissensaustausch in einer fruchtbaren Umgebung. Intensive, anspruchsvolle Projektarbeiten sind ab Tag 1 Normalität und die Lernkurve, natürlich auch für Bürokratisches um das Studium herum, ist steil. Wenn Du ein Vollzeit-Bachelorstudium in 7 Semestern absolvieren möchtest, in der sich Hochschul- und Lehrpersonal für Studierende einsetzen, bist Du an der Macromedia richtig.

 

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