Daniel Schüler
Journalistik, Sportjournalismus
Campus Köln

Tätigkeit nach dem Studium: Netzreporter bei n-tv
Wo arbeiten Sie heute und wie lautet Ihre dortige Positionsbezeichnung?
Ich arbeite für den Fernsehsender n-tv als Netzreporter. Des Weiteren betreue ich das Team Deutschland (unsere Olympiamannschaft) beim DOSB als Social-Media-Redakteur und begleite das Team als Live-Reporter zu den internationalen Großereignissen. Darüber hinaus bin ich als Moderator für Sport-, Charity- und Firmenevents tätig. Ich führe zudem regelmäßig durch den „SportTreff“, eine Podiumsdiskussion zu unterschiedlichen Themen von Sport und Business. Außerdem bin ich ja auch der Hochschule Macromedia erhalten geblieben: seit dem Wintersemester 2016 halte ich in Köln Vorlesungen.
 
Welche Aufgaben haben Sie dort?
Für den Nachrichtensender n-tv berichte ich live im Studio über die aktuellen Themen aus der digitalen Welt. Dabei bringen wir Tweets, Facebook-Posts oder Instagram-Bilder vom Netz ins Fernsehen. 

Bei Team Deutschland betreue ich spezielle Formate wie zum Beispiel unsere „Geschichtsstunde“ oder die „Trainingshelden“. Dort bin ich auch immer bei verschiedenen Events im Einsatz, um von live vor Ort zu berichten und unsere Social-Media-Kanäle zu füttern.

Warum arbeiten Sie an dieser Stelle und was begeistert Sie?
Ich finde es spannend, Eindrücke, Gefühle, aber auch Tatsachen von Ereignissen Menschen näher zu bringen und für den Einzelnen immer nah dran zu sein. Außerdem ist es sehr reizvoll, sich innerhalb kürzester Zeit wieder und wieder auf neue und ganz unterschiedliche Themen einstellen zu müssen. Dazu zählt übrigens auch, Fakes als solche zu entlarven.

Die Arbeit bei Team Deutschland begeistert mich, weil ich die Möglichkeit habe, Sportler auf ihrem Weg zu ihren sportlichen Höhepunkten zu begleiten. Mein Anspruch ist es, die bei den olympischen Spielen entstehende Magie zu transportieren. So lassen sich meine persönlichen Interessen wunderbar mit meinem Beruf vereinbaren. 

Hatten Sie sich diese Art von Arbeit vor dem Studium vorgestellt?
Ja, mein Wunsch war es immer schon, vor der Kamera zu stehen und zu moderieren. Dieses Ziel habe ich konsequent verfolgt und in vielen Bereichen schon früh die ersten Weichen gestellt.

Inwiefern haben die Hochschule, die Kooperationspartner der Hochschule bzw. das Personal der Hochschule Sie gut auf diese heutige Arbeit vorbereitet?
Rückblickend muss ich ehrlich sagen: sehr. Auch, wenn ich mich während meines Studiums selbstverständlich immer mal wieder geärgert habe. Sei es aufgrund von Projekten, die mir nicht gefielen, von schlechten Absprachen, was die Organisation betraf oder auch einfach nur deswegen, weil ich letztendlich als Pendler wohl mehr Zeit am Bahnhof verbracht habe, als im Hörsaal. Aber wenigstens kam ich immer ausgeruht an. Nee, ernsthaft: Für mich waren vor allen Dingen die kleinen Kurse sehr hilfreich. Dass ich wusste, meine Dozenten und Professoren kennen mich auch, dass ich nicht in der Anonymität verschwand oder mich gar verstecken konnte. 

Viele meiner Professoren und Dozenten haben ihre Erfahrung genutzt, um uns optimal auf den späteren Berufsalltag vorzubereiten. Dabei haben sie sehr häufig eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis gefunden und hatten immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen. Schon während meiner Schulzeit habe ich zwei meiner Lehrer ganz besonders wertgeschätzt. Heute denke ich: Das Beste, was ein Lehrbeauftragter vermitteln kann, ist jemanden zur Selbstreflexion zu bringen. Und das ist aus meiner Sicht ganz vielen Mitarbeitern an der Hochschule Macromedia auf ganz unterschiedliche Art und Weise gelungen.

Bei welchem Unternehmen oder welcher Organisation haben Sie Ihr Praxissemester verbracht und wie bewerten Sie Ihre dort gemachten Erfahrungen?
Ich habe mein Praxissemester in vielen unterschiedlichen Häusern absolviert. Zunächst war ich bei dem Radiosender RPR1, dann beim WDR in Köln. Dort konnte ich beim ARD Morgenmagazin und der Sportschau wertvolle Erfahrungen sammeln. Im Anschluss folgte noch eine Hospitanz beim ZDF in der Programmgruppe Sport. In mein sechstes Semester bin ich etwas später gestartet, denn ich wollte unbedingt noch zu i&u TV, die stern TV produzieren. 

Insbesondere bei RPR1 und beim WDR durfte ich sehr viel eigenständig arbeiten und konnte weitere Erfahrungen mit der Kamera und beim Vertonen sammeln. Insgesamt war es für mich wichtig, viele unterschiedliche Häuser kennenzulernen.

Wie war Ihr Kontakt zu Kommilitonen und was erhoffen Sie sich von diesen Kontakten in der Zukunft?
Aufgrund der häufigen Zusammenarbeit in Projekten war der Kontakt stets rege und sehr interessant. Schließlich hatten wir viele und völlig unterschiedliche Interessen. Mit dem ein oder anderen ehemaligen Kommilitonen tausche ich immer mal wieder Nachrichten aus. Wir hören nach, wie es aktuell so läuft, wie wir uns entwickeln. Und hier und da trifft man sich dann auch noch mal. Vielleicht läuft man sich irgendwann ja auch noch einmal beruflich über den Weg.

Wenn Sie an Ihr Studium zurück denken, woran denken Sie besonders gerne? 
An die regen Diskussionen im Fach Medienethik bei und mit Frau Prof. Dr. Prinzing, die Übungen vor der Kamera mit Prof. Dr. Degen und die vielen lehrreichen Stunden bei Prof. Dr. Kaußen, der uns immer verdeutlicht hat, dass wir Nachhaltigkeit über kurzfristiges Erfolgsdenken stellen sollten. Dazu die vielen beispielhaften Fälle bei Herrn Ciba, in denen wir alle mal Täter und Opfer gewesen sind.

Woran denken Sie bei „Veränderung und Wandel“ ganz allgemein?
An Übermorgen - und die Woche danach. - Ja, wirklich. Häufig hören wir, wir sollten besser schon einmal an morgen denken und „modern“ sein, dabei reicht das in vielen Bereichen schon längst nicht mehr aus. Und seien wir mal ganz ehrlich: Es gibt doch kaum ein Wort, das so schnell altert wie „modern“.

Wie wichtig schätzen Sie „Offenheit für Veränderung“ ein, um in der modernen, digital getriebenen Arbeitswelt heute und morgen zu bestehen?
Als sehr wichtig. Es ist ein bisschen vergleichbar mit einem Bahnhof: kommt man zu spät, ist der Zug abgefahren. Ein guter Freund schrieb vor einiger Zeit auf Twitter: „Die deutsche Wirtschaft reagiert auf #Tesla wie damals auf #Amazon, nämlich in zwei Phasen: 1. HAHAHA. - 2. Oh.“ Eine andere Dame fügte noch einen dritten Aspekt hinzu: „3. Diese H**re*s*h*e.“ Das beschreibt es, finde ich, ganz gut. Manchmal haben wir Glück und es kommt noch ein nächster Zug, in den wir einsteigen können, um an unser Ziel zu gelangen. Ab und an müssen wir es aber auch akzeptieren, eine Chance verpasst zu haben.

Haben Sie ein Ziel, wo Sie in 10 Jahren stehen möchten?
Das ist für mich - ehrlich gesagt - in genau diesem Moment wirklich schwer zu sagen. Ich bin aktuell sehr zufrieden mit all den Dingen, die ich machen darf. Sei es bei n-tv, beim DOSB, mit meinem eigenen Moderations-Gewerbe oder auch an der Hochschule. Denn damit habe ich das Glück, dass ich nur Jobs ausübe, die mir auch wirklich eine Menge Spaß bereiten und sehr abwechslungsreich sind. Das ist für mich das Wichtigste. Aber auch in zehn Jahren weiterhin vor der Kamera zu stehen, vielleicht dann noch mehr Zeit on air zu haben, und dem (Spitzen-)Sport verbunden zu sein, da würde ich nicht nein sagen.
 
Gibt es etwas, das Sie unseren Studienanfängern mit auf den Weg geben möchten?
Klar: Probiert euch aus und bemüht euch stets um eine eigene Perspektive. Vergesst nicht, dass schon eine kleine Veränderung des Blickwinkels dazu führen kann, dass etwas Vertrautes plötzlich in einem völlig neuen Licht erscheint. Habt einen langen Atem und verliert zu keinem Zeitpunkt euer Ziel aus den Augen, denn ihr werdet mit Sicherheit ein paar Mauern zu überwinden haben. Aber geht es positiv an: Die Mauern stehen da, um uns die Gelegenheit zu geben, deutlich zu machen, wie sehr wir etwas wirklich wollen. Manchmal kann es dabei auch nicht schaden, um Hilfe zu fragen. Und wenn ihr einen Erfolg verbuchten konntet, rahmt euch diesen Erfolg nicht ein. Das können die anderen für euch tun.

 

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