Frederik Wilhelm

Frederik Wilhelm
Design, Mediendesign
Campus Hamburg

Tätigkeit nach dem Studium: Senior UI/UX Designer, ABOUT YOU GmbH
Wo arbeiten Sie heute und wie lautet Ihre dortige Positionsbezeichnung?
Aktuell arbeite ich für das E-Commerce Unternehmen ABOUT YOU als Senior UI/UX Designer bzw. Lead Designer.

Welche Aufgaben haben Sie dort?
Als Senior UI/UX Designer bin ich für das Interface- und User Experience Design der Shop-Plattform ABOUT YOU sowie allen zusätzlich angebotenen Services, wie die ABOUT YOU Commerce Suite (eine eigens entwickelte SaaS E-Commerce Infrastruktur) verantwortlich und arbeite direkt am Endprodukt. Zu meinen Aufgaben zählt die kreative Leitung des Teams und sowie die ständige Verbesserung der Usability der Services. Meine tägliche Arbeit besteht darin Schwachstellen in der Benutzerführung und Bedienung aufzudecken und diese zu verbessern. Dabei verfolgen wir den klassischen Design Thinking Ansatz (Empathize, Define, Ideate, Prototype, Test, Implement) und führen Nutzerbefragungen oder User Testings durch, entwickeln verrückte Ideen als Lösungsansatz, erstellen Prototypes und testen Design-Explorations. Zudem arbeite ich viel mit A/B-Tests, um die Performance verschiedener Lösungsansätze zu testen.

Warum arbeiten Sie an dieser Stelle und was begeistert Sie?
Mich begeistert vor allem das Thema Design. Interfaces lassen sich vielfältig gestalten, es gibt so viele unterschiedliche Designrichtungen, neue und alte Trends, die einem stetig neue Möglichkeiten bieten, sich selbst zu entfalten und Ideen auszuprobieren. Vor allem begeistert mich aber, dass die Branche sehr schnelllebig ist und sehr von technischen Neuerungen beeinflusst wird. Vor 10 Jahren hätte sich kaum jemand vorstellen können, dass man per Sprachassistenten Produkte kaufen oder per Uhr auf SMS antworten kann. Ich bin gespannt, wo diese Reise noch hingehen wird.

Hatten Sie sich diese Art von Arbeit vor dem Studium vorgestellt?
Während meines Studiums war ich schon immer an allen digitalen Projekten interessiert. Insbesondere App- und UX-Design gefiel mir, aber leider war das Thema nicht ganz so ausgeprägt, wie ich es mir gewünscht habe. Wir haben viel mit klassischen (Print-)Medien gearbeitet, weswegen ich zunächst in der Werbebranche gearbeitet habe.
 
Inwiefern haben die Hochschule, die Kooperationspartner der Hochschule bzw. das Personal der Hochschule Sie gut auf diese heutige Arbeit vorbereitet?
In unserem Studiengang wurde es einem früh ermöglicht mit echten Kunden zusammenzuarbeiten. Jedes Semester gab es mindestens eine reale Projektarbeit. Diese Möglichkeit bereitete mich früh auf das spätere Berufsleben vor, da auch eine gute Idee verkauft und präsentiert werden muss. Außerdem lernte man den richtigen Umgang mit einem Kunden. Der kleine Studiengang von nur ca. 8-12 Studenten ermöglichte einen sehr engen Kontakt zu den Professoren und Dozenten, die stets hilfsbereit waren und auch in der von ihnen unterrichteten Branche arbeiteten.

Bei welchem Unternehmen oder welcher Organisation haben Sie Ihr Praxissemester verbracht und wie bewerten Sie Ihre dort gemachten Erfahrungen?
Mein Praxissemester habe ich bei der Agentur Serviceplan Hamburg absolviert, die mich daraufhin auch als Werkstudent und Junior Art Director übernommen haben. Serviceplan ist ein guter Arbeitgeber, der viel für die Mitarbeiter macht - allem voran unbegrenzter Urlaub. Allerdings hat die im Studium so funkelnde Werbebranche auch ihre Schattenseiten. Hoher und durch Kunden vorgegebener Termindruck, der die Arbeit zu keinem klassischen Nine-to-Five-Job macht. Zusätzlich zum Tagesgeschäft kommen die sog. “Goldideen”, bei denen es sich um (meistens) fiktive Kampagnen handelt, die bei Awards, wie z.B. dem ADC oder den Cannes Lions, eingereicht werden. Nicht selten kommt die Arbeit an Goldideen auch am Wochenende hinzu, da durch diese das Kreativranking der Agentur beeinflusst wird. Schnell habe ich herausgefunden, dass die Werbebranche nicht das richtige für mich ist.

Wie war Ihr Kontakt zu Kommilitonen und was erhoffen Sie sich von diesen Kontakten in der Zukunft?
Wir waren ein nur sehr kleiner Jahrgang mit ca. 8-12 Studenten und hatten daher alle ein sehr gutes Verhältnis miteinander. Wenn einer Hilfe brauchte, haben wir alle zusammengehalten. Durch interdisziplinäre Projektarbeiten haben wir auch Kontakt zu Kommilitonen anderer Studiengänge bekommen und dadurch bereits jetzt ein breitgefächertes Netzwerk an Kontakten zu den unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen.

Wenn Sie an Ihr Studium zurückdenken, woran denken Sie besonders gerne?
Ich denke gerne an die gemeinsame Zeit mit meinen Kommilitonen zurück und das gute Verhältnis zu unseren Professoren. Jeder hat jedem geholfen. Insbesondere erinnere ich mich gerne an die Projektabgabe des ersten Semesters zurück. Es war die erste Projektabgabe und für jeden waren die Anforderungen neu und hatte somit etwas übersehen oder vergessen. Also haben wir für andere Kommilitonen Projektarbeiten eingeklebt oder auf CD gebrannt. Aber wir haben alle zusammengehalten und sind füreinander eingestanden, so dass jeder eine vollendete Projektarbeit abgeben konnte. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl war sehr schön.

Woran denken Sie bei „Veränderung und Wandel“ ganz allgemein?
“Veränderung” und “Wandel” sind Begriffe, die in vielen Menschen Unbehagen und Angst hervorrufen. Dabei gehören sie zu unserem Leben dazu. Jeder Tag bringt Veränderung und das ist wichtig, denn Veränderung schreibt Geschichte und bietet neue, vielleicht ungeahnte Chancen und Möglichkeiten. Ohne Veränderung wären wir nicht mehr flexibel. Außerdem stößt Veränderung immer auf eine Gegenseite, wodurch neue und für die Gesellschaft wichtige Diskussionen entstehen, wie z.B. durch Fridays For Future. Aber das ist der Wandel der Zeit und mit der Zeit zu gehen ist wichtig. Um das zu erkennen, braucht es hier und da auch eine zwangsweise Veränderung, um einen Wandel anzustoßen. Das Thema Coronavirus hat die Arbeitswelt meiner Meinung nach wachgerüttelt und Unternehmen erkennen lassen, dass Home Office, eine 4-Tages-Woche oder gar ein 4- bis 6-Stunden-Tag doch nicht so unproduktiv sind, wie von vielen Arbeitgebern vorher angenommen wurde.

Wie wichtig schätzen Sie „Offenheit für Veränderung“ ein, um in der modernen, digital getriebenen Arbeitswelt heute und morgen zu bestehen?
Offenheit für Veränderung ist für die heutige Zeit enorm wichtig. Täglich gibt es Innovationen und neue Erkenntnisse, die neben dem Arbeitsleben auch die gesamte Menschheit beeinflussen. Dazu zählen nicht nur Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz, Virtual- und Augmented Reality oder IoT, sondern auch gesellschaftliche Einflüsse. Menschen haben Angst vor Veränderung, aber meiner Meinung nach sollte man lieber die Vorteile dieser Neuerungen erkennen und sich fragen, wie mir mein Leben oder das tägliches Arbeiten vereinfacht werden kann. Wer dies früh genug erkennt wird immer einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz haben.  

Haben Sie ein Ziel, wo Sie in 10 Jahren stehen möchten?
In 10 Jahren möchte ich ein großes Designteam als Director of Design leiten. Zudem hoffe ich, dass die Relevanz eines nutzerzentrierten Produktes, und damit auch die Bedeutsamkeit des User Interface- und User Experience Designs, von vielen weiteren Unternehmen erkannt wird. Ein Produkt, das der User nicht bedienen kann, aber designtechnisch gut aussieht, ist genauso unwirtschaftlich wie ein Produkt, das sich gut bedienen lässt, aber nicht gut aussieht. Aber zum Glück geht der Trend in die richtige Richtung und die Signifikanz des Themas verbreitet sich.

Gibt es etwas, das Sie unseren Studienanfängern mit auf den Weg geben möchten?
Genießt das Privileg euch aussuchen zu können, wie ihr euer Leben gestaltet und die Freiheit, die euch von der Macromedia in den Projektarbeiten gegeben wird. Nutzt die Möglichkeit euren Professoren und Dozenten so viele Fragen, wie nur möglich zu stellen und Antworten von Personen aus der Branche zu bekommen, um früh erkennen zu können in welche Richtung es für euch nach dem Studium weitergehen soll. Aber am wichtigsten ist es die Zeit, Student zu sein, zu genießen. Sie vergeht viel zu schnell.

 

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