Freitag | 12. Juni 2015

"YES, WE CANNES" - Literarisches Schmankerl über das Festival de Cannes


Die Kurzgeschichte „Statusbezogen“ von David Pechmann, einem Journalistik-Student der Hochschule Macromedia am Campus Berlin, lieferte die literarische Vorlage für den experimentellen Kurzfilm HADES von Kevin Kopacka, der in der "Shortfilmcorner" der Internationalen Filmfestspiele von Cannes uraufgeführt wurde. In Tagebuchform hielt er seine Festival-Erlebnisse fest.


YES, WE CANNES (gekürzte Fassung)

 

Veronique und ihre drei Freundinnen halten Pappschilder in ihren Händchen. Jede der jungen Frauen, alle Anfang 20 und ausnahmslos chirurgisch vom Bauchnabel bis zum Haaransatz bearbeitet, hofft auf eine Einladung für das Gelände der Filmfestspiele in Cannes. In Stilletos und Kleidchen stehen Dutzende, zumeist jüngere Damen in knappen Outfits, an diesen Tagen auf der Croisette, der berühmten Flaniermeile der Stadt. Sie sprechen auch Kevin, den Regisseur unseres Kurzfilms HADES und mich an. Man darf sich aber in seinem männlichen Ego nicht sonderlich durch diesen Umstand der Kontakt-aufnahme geschmeichelt fühlen, denn die jungen Frauen haben ihr Ziel “dabei sein” zu wollen, fest im Blick. Anders als zum Beispiel bei der Berlinale sind die Festspiele in Cannes nicht öffentlich, nur Aktiven und der Presse ist der Zugang gewährt.

(...)

Ich verbringe meine Zeit unter anderem mit dem Besuchen von Workshops. Dort treffen sich Produzenten, Filmemacher und Autoren, um sich auszutauschen und zu fachsimpeln. Hier bemerke ich erneut, was mir bereits beim Wischen über den Spülkasten der Toilette auffiel: Kokain ist allgegenwärtig, ebenso wie Alkoholfahnen, denn Cannes und das Festival scheinen in erster Linie eine große Party zu sein. Ich starte meinen Festivaltag immer gegen 8.30h, zu einer Zeit, wo viele sich nach durchzechter Nacht zur Ruhe betten.

(...)

 

Der große Auflauf gegen Abend auf dem roten Teppich - nicht mein Ding

 

Ich versuche etwas zurück zu geben: Ich bin durch unseren Kurzfilm nach Cannes geladen und möchte bewusst die anderen Kollegen unterstützen und kennenlernen. Ich sehe diesen Aufenthalt als Arbeit an und bin dementsprechend diszipliniert und fokussiert; werde letzten Endes auf keiner einzigen Party in den Festivaltagen anwesend sein. Jeder Moment, jede Impression brennt sich in meinen Kopf und ich erlebe einen Glücksmoment nach dem nächsten, „high of life“. Mal ganz davon abgesehen ist mir ein Bier für 9€ schlicht und ergreifend zu teuer, zumal deutsches Bier Mangelware ist. Um die Verpflegung muss man sich aber nicht sorgen, die Chancen auf dem Fest zu verhungern stehen schlecht, zumindest für Leute mit Pass. So schlendere ich von Pavillon zu Pavillon und esse ohne Unterbrechung. (...)

 

Am letzten Tag meines Aufenthaltes treffe ich erneut Veronique und ihre Mädels, sie waren in der Nacht mal wieder unterwegs; aber stehen tapfer mit ihren Schildern bewaffnet Gewehr bei Fuß, auf der Suche nach neuen Begleitern, vorzugsweise vermögend. Ein Journalist von ntv spricht mich an, was meine Eindrücke des Festivals wären. Relativ spontan sprudelt es aus mir heraus:

 

groß, einzigartig, aber auch sehr oberflächlich. Ernüchternd!

 

Von den kokainverschmierten Spülkästen erzähle ich ihm nicht.

 

David Pechmann aka H.k. deWitt

 

>> Zum Blogpost "YES, WE CANNES" 

 

(bkl)


Journalistik Student David Pechmann und Regisseur Kevin Kopacka

Journalistik Student David Pechmann und Regisseur Kevin Kopacka stellen den experimentellen Kurzfilm HADES in der Shortfilmcorner vor

Ankündigung der Uraufführung von HADES

Ankündigung der Uraufführung von HADES

Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes

Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes zählen zu den weltweit bedeutendsten Filmfestivals.

Pechmann, aka h.k. deWitt, ist neben seinem Studium als Blogger und Nachwuchsautor tätig.

Pechmann, aka h.k. deWitt, ist neben seinem Studium als Blogger und Nachwuchsautor tätig. Er ist Mitglied und Prokurist im Künstler-Kollektiv FDF Entertainment. 2015 veröffentlichte er die "Arbeiten&Sterben" Trilogie.

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