Dienstag | 21. August 2018

The Chase: Macromedia-Studierende produzieren aufwändigen Action-Dreh


Zwei professionelle Parkour-Läufer, eine verlassene Papierfabrik, eine Menge hochwertiger Kameratechnik und hochmotivierte Film-Studierende: Das waren die wesentlichen Zutaten für den Macromedia-Action-Clip „The Chase“. Unter Leitung von Kameraprofessor Michael Leuthner und mit großzügigen Leihgaben von ARRI, Movie-Car, Movie-Tech und DJI setzten die Studierenden auf dem Gelände der Papierfabrik Dachau einen spektakulären Kameravergleich in Szene.


Wie wirkt sich die Qualität meiner Kamera auf die Art meines Storytellings aus?

Das war die Leitfrage beim Dreh von „The Chase“ im Wintersemester 2017/18. Zum Einsatz kamen die Premium-Kinokamera ARRI Alexa Mini auf der einen und das Smartphone Samsung Note 8 auf der anderen Seite.

„Wir wollten diesen maximalen Kontrast“, erläutert Kameraprofessor Michael Leuthner das Set-Up des Action-Drehs. „Dahinter steht die Einsicht, dass natürlich auch auf Smartphones interessante Filme entstehen können. Doch wo liegen die Grenzen dieser neuen winzigen 4K Kameras? Welche Kompromisse muss ein Filmemacher eingehen, wenn er sie in einem herausfordernden Filmset nutzt – aber auch: welche Freiheiten gewinnt er beim Geschichtenerzählen?  Dafür wollten wir unsere Studierenden sensibilisieren. Anschaulicher als bei diesem extremen Kameravergleich konnten sie sich damit nicht auseinandersetzen.“

Kino-Kamera versus Smartphone: So vergleicht sich der Aufwand

Es ist eisig. Der Wind pfeift durch die Räume der Industrieruine in Münchens Norden, Schneeflocken machen den Kamerastudierenden das Leben schwer. Trotz vorherigem Üben im warmen Studio der Hochschule dauert das Set-up der Arri Alexa Mini auf dem Ronin 2 eine halbe Stunde, ehe die erste Klappe fällt! Da wartet der Note-8-Operator vom Konkurrenzteam schon lange: Der musste das Smartphone einfach in den Ronin Mobile Mini-Gimbal stecken -  fertig!  

Tonangel vs. 9-Meter-Kran: So vergleicht sich der Materialeinsatz

Das erste Motiv: der verlassene Parkplatz. Er dient im Kurzfilm als Drogenumschlagplatz. Doch der Drogendeal platzt. Der Käufer versucht mit Papiergeld zu tricksen und vertraut bei der Flucht auf seine Schnelligkeit. Allerdings hat er die Rechnung ohne den kaltblütigen Dealer gemacht, der sich nicht minder gewandt an seine Fersen heftet. Alles Weitere ist rasante Flucht und halsbrecherische Stunts durch alle Stockwerke des leer stehenden Geländes.

Unten das Filmteam – oben rasen die Parkourläufer (Luke Stones und Ludwig Hefele) über eine Brücke. Der Operator des Samsung Note8 hat das Smartphone einfach auf eine Tonangel montiert. Zwar sieht er nicht mehr ganz genau, was er da oben mit seinem Handy filmt, doch er kommt mit seinem Behelfskran problemlos auf 5 Meter Höhe hinauf. Für die Alexa Mini muss dagegen ein richtiger Kamera-Kran her. Mit dem Ronin2, dieses Mal als Remotekopf an dem 9 Meter ABC-Kran von Movie-tech. Auch auf den Kran-Aufbau muss natürlich wieder gewartet werden aber dann lässt sich die Kamera in allen Dimensionen gefühlvoll operaten.

Arri Alexa Mini versus Samsung Note 8: so vergleicht sich die Bildqualität

Effizienz, Bedienbarkeit, Budget – die Vorteile des Handydrehs liegen unmittelbar auf der Hand. Gewaltig ist dagegen der Aufwand bei den Kamerabewegungen mit der großen Kinokamera. Viel mehr Manpower ist erforderlich, viel mehr Expertise, viel mehr und teureres Equipment. Im Schnittraum zeigt sich allerdings, wofür. Zoom, Grading, Kontraste – mit den gespeicherten Bildinformationen eröffnet die Arri Alexa Mini viele Möglichkeiten, in der Postproduktion, die Atmosphäre der Filmaufnahmen zu verändern und dadurch ganz unterschiedliche Stimmungen entstehen zu lassen.

Das Fazit: Storytelling versus Bildqualität, Low Budget gegen höchste Ansprüche

Das Fazit, das die Studierenden am Ende des Projektes ziehen, ist recht eindeutig: „Soweit es um das reine Storytelling geht, kann ein Smartphone den Anforderungen eines Filmemachers durchaus genügen. Der viel kleinere Aufwand und die geringeren Kosten der Dreharbeiten geben ihm die Freiheit, auch mal spontan und experimentell zu arbeiten. Sobald es aber um Bildschärfen, auch um das nachträgliche Anpassen von Lichtverhältnissen, Kontrasten oder Ästhetik geht, bietet die große Kamera dem Filmemacher unendlich viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten“, so Alexander Marcus Müller, der sich im Rahmen des Filmstudiums auf das Fach Kamera spezialisiert hat und im sechsten Semester am Campus München der Hochschule Macromedia studiert.

Informationen zur Studienrichtung Kamera (B.A.) gibt es hier.

(IMH/MLE)


Wie wirkt sich die Qualität meiner Kamera auf die Art meines Storytellings aus? Macromedia-Studierende testen es bei "The Chase".

In einem leerstehenden Fabrikgebäude inszenierten die Film-Studierenden vom Campus München die rasante Verfolgungsjagd.

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