Montag | 17. September 2018

Streaming ist das große Ding - Macromedia-Professor Martin Lücke nimmt in der Absatzwirtschaft Stellung


Im 2018 erschienenen Jahrbuch des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) wird eines deutlich: Streaming ist das ganz große Ding und steht als größte Einnahmequelle im Musik-Business quasi synonym für den digitalen Wandel der Musikindustrie. Kein Wunder also, dass sich die Absatzwirtschaft (09/2018) des Themas annimmt. Auch Musik- und Kulturmanagement-Professor Dr. Martin Lücke kommt darin zu Wort.


2017 wurde zur Sternstunde des Musikstreamings. Mehr als die Hälfte der weltweiten Umsätze der Musikindustrie gingen auf das Konto des Digitalgeschäfts. Mit einem Umsatzwachstum von 41,1 Prozent wurde Streaming zum globalen Wachstumstreiber. Auf dem drittgrößten Musikmarkt Deutschland lag das Wachstum sogar bei 46,2 Prozent (Global Music Report 2018, IFPI). Stärkstes Umsatzsegment ist hierzulande zwar noch das physische Geschäft, der Rückgang der CD-Verkäufe fiel mit 15,9 Prozent jedoch deutlich aus (Jahrbuch 2017, BVMI).

Dies ist laut Prof. Dr. Martin Lücke, Professor für Musik- und Kulturmanagement an der Hochschule Macromedia am Campus Berlin, kein Wunder. Schließlich habe die Digitalisierung dazu geführt, dass das Weltrepertoire von 40 Millionen Musikwerken nur einen Knopfdruck entfernt sei – und dies für gerade einmal zehn Euro monatlich. Der Fokus habe sich gleichzeitig weg vom Besitz- hin zu einem Leihgeschäft verschoben. Lücke prognostiziert eine Zunahme der Marktmacht dieser Audio-Streaming-Dienste. Da Streaming günstig und praktisch sei, setzten sich diese Faktoren bei den preissensiblen Konsumenten durch. Darüber hinaus könnten Labels viel besser erkennen, wo sich die Fans der entsprechenden Künstler aufhielten. Allerdings verdienten viele Künstler durch Streaming kaum Geld, gleichzeitig 'müsste' man auf diesen Plattformen präsent sein. Das sei ein großes Missverhältnis, stellt Lücke in der aktuellen Ausgabe der Absatzwirtschaft (09/2018) fest. Große Stars hätten da mit Sicherheit weniger Probleme, sie würden häufig gestreamt, erhielten dadurch also auch höhere Summen. Aber für die Mehrheit der Künstler sei dies kein Geschäft, von dem sie ihr Leben finanzieren könnten.

Blick in die Glaskugel

Noch sind sich Labels und Streaming-Dienste wohlgesonnen. Doch wer übernimmt die Macht? Lücke wagt in der Absatzwirtschaft (09/2018) einen Blick in die Glaskugel: „Beide brauchen sich – noch –, sind gewissermaßen voneinander abhängig. Streaming- Plattformen benötigen guten Content, den noch die Labels beisteuern. Labels benötigen wiederum eine breite Vertriebsbasis und da ist das boomende Streaming extrem wichtig. Zwischen Live-Veranstaltern und Labels kam es ja in der Vergangenheit schon zu Verschiebungen, so ist Live Nation, ein auf Live-Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit spezialisiertes US-Unternehmen, auch als Label aktiv, die großen Labels haben eigene Konzertabteilungen gegründet.“ Sarah Hölting, Redakteurin der Absatzwirtschaft hakt nach: „Könnte es dann nicht auch passieren, dass Streaming-Anbieter eigenen, exklusiven Content produzieren?“ Laut Lücke durchaus denkbar. Das würde den gesamten Markt dann noch einmal kräftig durchschütteln. (Zusammenfassung des Interviews von Sarah Hölting mit Prof. Dr. Martin Lücke: „Ab jetzt gibt Spotify den Ton an“, in: Absatzwirtschaft 09/2018, S. 50-53).

Hier finden Sie alle Informationen zur Studienrichtung Musikmanagement an der Hochschule Macromedia.

(BKL, MLU)

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„Ab jetzt gibt Spotify den Ton an“: In der aktuellen Absatzwirtschaft (09/2018) analysiert Redakteurin Sarah Hölting die Marktmacht von Streaming-Diensten (Bildquelle: Pixabay.com/MIH83)

„Ab jetzt gibt Spotify den Ton an“: In der aktuellen Absatzwirtschaft (09/2018) geht es um die Marktmacht von Streaming-Diensten (Bildquelle: Pixabay.com)

Prof. Dr. Martin Lücke ist Head of Media School am Campus Berlin der Hochschule Macromedia und verantwortlich für die Studienrichtung Musikmanagement (Bildquelle: Hochschule Macromedia)

Macromedia-Professor Dr. Martin Lücke lehrt Musikmanagement und leitet die Media School am Campus Berlin. (Bildquelle: Hochschule Macromedia)

2019 erscheint sein neuestes Herausgebergeberwerk „Big Data und Musik“ im Springer Verlag (Bildquelle: Springer VS)

„Big Data und Musik“: 2018 veröffentlicht der Springer Verlag das Jahrbuch für Musikwirtschafts- und Musikkulturerforschung von Martin Lücke u.a.

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