Donnerstag | 28. Februar 2019

Initiative: Macromedia für Öffentliche Kommunikationswissenschaft



Breite Zustimmung erhält derzeit die Charta „Öffentliche Kommunikationswissenschaft“. 120 Kommunikations- und Medienwissenschaftler aus Deutschland, der Schweiz und Österreich haben sie bereits unterzeichnet. „Es ist höchste Zeit, der Kommunikationswissenschaft mehr Gehör zu verschaffen“, sagt Prof. Dr. Marlis Prinzing von der Hochschule Macromedia, die die Initiative mitbegründet hat. Die Charta zeige, wie Fachexpertise allen helfen könne, sich in der digitalen Mediengesellschaft besser zurechtzufinden.

Die Kommunikationswissenschaft ist eine Schlüsseldisziplin für die Analyse der digitalen Mediengesellschaft, schildert Prof. Dr. Marlis Prinzing. Die Initiative „Öffentliche Kommunikationswissenschaft“ wolle Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ermutigen, mehr Verantwortung zu übernehmen und aktiv ihre Expertise zum Beispiel bei drängenden Fragen zur digitalen Transformation einzubringen.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Mark Eisenegger (Universität Zürich) sowie Prof. Dr. Larissa Krainer (Universität Klagenfurt) hat sie die Initiative „Öffentliche Kommunikationswissenschaft“ ausgearbeitet und in einem gut einjährigen Prozess weitere Expertenpositionen aus dem Fach, den Fachgesellschaften sowie aus sozialwissenschaftlichen Disziplinen eingeholt, die schon viel Erfahrung mit Öffentlicher Wissenschaft haben. Mitte Februar ging die Charta online.

120 Professorinnen und Professoren, Lehrstuhlinhaber und Forscher haben sich bereits zu ihren Grundsätzen bekannt. Sie machen damit sichtbar, dass sie sich einer Wissenschaftsauffassung verbunden fühlen, die sich ausdrücklich auch in einer gesellschaftlichen Verantwortung sieht. Im Kreis der 77 Erstunterzeichnenden sind von der Hochschule Macromedia auch Prof. Dr. Dr. Castulus Kolo und Prof. Dr. Florian Haumer.

Normative Evidenz und praktische Verantwortung: Grundsätze der Charta

Eine Charta ist Kernstück der Initiative, hat 15 Richtlinien und wird durch eine Präambel eingeleitet. Sie will ein Kompass sein, an dem sich die praktische Verantwortung von Kommunikationswissenschaftlerinnen und Kommunikationswissenschaftlern justieren kann – in Grundsätzen wie zum Beispiel einer Öffentlichen Anwaltschaft für „Gemeinwohl, Achtsamkeit, Respekt und die verantwortungsvolle Aufgabe von Medien und öffentlicher Kommunikation in einer digitalisierten und durch allerlei Gegensätze geprägten Gesellschaft“ (Richtlinie 3).

Die Kommunikations- und Medienwissenschaft sei für sie eine Öffentliche Wissenschaft in der Tradition der Aufklärung, erläutert Prinzing. „Fragen nach der medialen Glaubwürdigkeit, nach der digitalen Mündigkeit sowie der Bedeutung von Privatsphäre und weiteren Menschenrechten müssen angesichts der Herausforderungen durch immer mehr Desinformation und Big Data neu beantwortet werden“, so Prinzing. „Evidenzbasierte Forschung bietet hier Orientierung.“

Fachgruppentagung im Stil Öffentlicher Wissenschaft


Die Verantwortung von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen für die digitale Gesellschaft ist Kernthema von Prof. Dr. Marlis Prinzing. Die Journalismusexpertin forscht zu medienethischen Fragen und engagiert sich u.a. als Vorsitzende der DGPuK-Fachgruppe für Medien- und Kommunikationsethik in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Erst vergangene Woche hat sie die Jahrestagung „Kommunikations- und Medienethik reloaded? Orientierungssuche im Digitalen – zwischen Innovationsdruck, Postfaktizität und sich auflösenden Kommunikations- und Wahrnehmungsgewissheiten“ am Campus Köln der Hochschule Macromedia organisiert. Das Tagungskonzept folgte den Anliegen einer Öffentlichen Wissenschaft: Wissenschaftsinputs, Praxisvorträge und kombinierte Panels sollten drei Anliegen erfüllen: erstens die Bedeutung des Themas Kommunikations- und Medienethik (KME) in der digitalen Gesellschaft deutlich machen, zweitens den Blick auf einschlägige Forschung zum Thema richten und drittens veranschaulichen, wie zentrale Befunde praktisch anwendbar sind.

Zur Website der Charta "Öffentliche Kommunikationswissenschaft" geht es hier: https://oeffentliche-kowi.org/

Auf Twitter folgt man der Charta hier: https://twitter.com/oeffKoWi

Weitere Informationen zur Studienrichtung Journalistik (B.A.) gibt es hier.

(IMH)


Die neue Charta fordert Forscherinnen und Forscher aus der Kommunikations- und Medienwissenschaft auf, sich aktiv in gesellschaftliche Diskurse einzuschalten.

120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich bereits zu den Grundsätzen der Charta "Öffentliche Kommunikationswissenschaft" bekannt.

Prof. Dr. Marlis Prinzing ist Mit-Initiatorin der Charta "Öffentliche Kommunikationswissenschaft". Sie lehrt am Macromedia Campus Köln.

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