Ist Kryptowährung die Zukunft?

Kryptowährungen werden seit einigen Jahren wahnsinnig gehypt. Krypto hier, Bitcoin da – vor allem die jüngeren Generationen fahren voll auf den Deal mit der digitalen Währung ab.

Doch so richtig steigen noch die Wenigsten durch, was genau sich dahinter verbirgt und ob sich eine Investition nach den jüngsten Entwicklungen überhaupt noch lohnt.

Was ist Kryptowährung überhaupt?

Kryptowährungen sind dezentrale digitale Währungen, mit denen unabhängig von Banken und Behörden bargeldlos bezahlt werden kann. Sie existieren nur im virtuellen Raum, können jedoch meist in reale Währungen umgetauscht werden. Ihr Wert hängt vom aktuellen Wechselkurs ab, der teils extremen Schwankungen ausgesetzt ist. Das Blockchain-System übernimmt beim digitalen Zahlungsverfahren die Funktion einer dezentralen Datenbank, in der die Transaktionen anonymisiert und verschlüsselt gespeichert werden. Die Blockchain garantiert Fälschungs- und Betrugssicherheit, denn die Daten werden digital, dezentral, transparent und unveränderlich festgehalten.

Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash, Ripple und Litecoin zählen zu den bekanntesten Kryptowährungen, doch es gibt noch zahlreiche weitere. Derzeit sind bereits über 10.000 Kryptowährungen im Umlauf, täglich kommen neue hinzu. Der Bitcoin kam 2009 als erste Kryptowährung auf den Markt und hat seitdem eine enorme Wertsteigerung erfahren. Bitcoins entstehen übrigens durch das sogenannte Mining und sind auf 21 Millionen begrenzt. Laut Prognosen wird dieser Wert im Jahr 2030 erreicht sein.

Soll ich in Kryptowährung investieren?

Wenn du ein paar Euro als Spekulationsgeld übrig hast, kannst du dein Glück mit dem Investment in Kryptowährungen versuchen. Verlasse dich jedoch nicht komplett darauf, dadurch reich zu werden, und vor allem setze nicht deine gesamten Ersparnisse ein. Viele Angebote und Prognosen mögen verlockend klingen, eine Garantie auf einen satten Gewinn gibt es jedoch nicht. Ein Blick auf den Wechselkurs der vergangenen zehn Jahre verdeutlicht die enormen Schwankungen: Hatte ein Bitcoin im Februar 2011 noch den monetären Wert von einem Dollar, erreichte der Wechselkurs im November 2021 seinen vorläufigen Höhepunkt bei rund 68.000 Dollar. Schon ein Jahr drauf sank der Wert auf 15.500 Dollar – zuverlässige Prognosen sind also nicht möglich.

Krypto-Anfänger /innen sei außerdem gesagt: Nicht jeder Anbieter ist seriös. Bevor du dich mit Spekulationen und Investments beschäftigst, solltest du unbedingt die Seriosität abchecken, um kein Verlustgeschäft zu machen. Natürlich besteht durch die schwankenden Kurse immer das Risiko eines Wertverlusts, doch manche Anbieter zocken gerne richtig ab. Als seriös gelten beispielsweise Plattformen wie BSDEX oder Bison App. Wer sich vorab ausführlich informiert, verhindert zumindest eine komplette Pleite.

Ersetzt Kryprowährung bald die reale Währung?

Die einen sagen, Kryptowährungen sind die Zukunft und werden eines Tages die realen Währungen ersetzen. Andere hingegen betrachten den Hype mit Skepsis und warten nur darauf, dass die Spekulationsblase in naher Zukunft platzt. Aktuelle Schlagzeilen über Betrug im großen Rahmen und der Bankrott der Kryptowährungsbörse FTX kratzen am Image und dem Aufwärtstrend von Crypto, Bitcoins & Co.
Dennoch sehen Expert /innen für die Zukunft einen steigenden Einfluss der digitalen Währungen auf die Bezahlsysteme. Denn schon heute wird mit Bitcoins nicht mehr nur spekuliert, sondern auch bezahlt.

Immer mehr namhafte Unternehmen wie Tesla, Microsoft, Expedia oder Lieferando akzeptieren beim Online-Kauf bereits Kryptowährungen. Auch in manchen Restaurants und Cafés besteht bereits die Möglichkeit, die Rechnung digital zu begleichen. Mehr Informationen dazu findest du in unserem Ratgeber Arten, Funktionen und Auswirkungen von digitaler Währung.

Die Vor- und Nachteile

Langfristig wird wohl niemand an Kryptowährungen vorbeikommen, denn sie bringen einige Vorteile mit sich:

Kryptowährungen sind auf der ganzen Welt gültig und müssen nicht erst wie Landeswährungen umgetauscht werden. Das erleichtert den globalen Online-Handel.

Durch das dezentrale System sind keine Banken oder Institutionen zwischengeschaltet, dadurch fallen keine Gebühren an.

Die digitalen Transaktionen sind privat und anonymisiert und können auch nicht von der Regierung kontrolliert werden.

Durch die Blockchain sind Kryptowährungen fälschungssicher.

Eine Transaktion geschieht in Echtzeit, kann also schnell und unkompliziert getätigt werden.

Damit vereinfachen Kryptowährungen den bargeldlosen Zahlungsverkehr, wie wir ihn bisher kennen.

Klingt alles wahnsinnig vielversprechend und man fragt sich: Wieso hat sich das digitale Zahlungsverfahren noch nicht durchgesetzt? Hier kommen die Gründe, denn es gibt auch einige Nachteile:

Fällt das Internet aus, ist Schluss mit dem digitalen Bezahlen.

Selbiges gilt, wenn dir das Passwort für deinen Account oder dein Personal Key nicht mehr einfällt. Dann hast du plötzlich keinen Zugriff mehr auf deinen angesammelten Reichtum.

Ob Kryptowährungen die Zukunft sind, hängt auch davon ab, ob die Blockchain-Systeme wirklich so sicher sind, wie behauptet wird. Denn was ein Mensch programmiert hat, kann ein Hacker eines Tages vielleicht knacken.

Ein weiteres Problem sind die extremen Kursschwankungen, die ein stabiles Preissystem im Alltag fast unmöglich machen. Preise müssten täglich an den Wechselkurs angepasst werden, was Kalkulationen für Unternehmen stark erschwert.

Stablecoins

Ebenfalls zu bedenken ist der beachtliche Stromverbrauch, um Bitcoins zu schürfen. Hier fallen hohe Energiekosten an, die den Gegenwert der Kryptowährung schnell übersteigen und den Vorgang wenig rentabel machen.

Es bleibt also abzuwarten, inwiefern Kryptowährungen in Zukunft unseren Alltag beeinflussen werden und ob langfristig die Vor- oder Nachteile überwiegen.

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