Prof. Dr. Stephan Weichert

Prof. Dr. phil. Stephan Weichert ist Professor für Journalismus und Kommunikationswissenschaft an der Hochschule Macromedia, University of Applied Sciences, in Hamburg mit den Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten digitaler Strukturwandel der politischen Öffentlichkeit sowie Innovationskultur in Journalismus und Medien. Ab 2008 zeichnete Weichert für den Aufbau des Journalistik-Studiengangs (B.A.) der Hochschule Macromedia am Campus Hamburg verantwortlich, den er bis 2014 leitete. Seit 2013 ist er an der Hamburg Media School Abteilungsleiter des Masterstudiengangs "Digital Journalism" (Executive Master of Arts in Journalism), dessen Markteinführung, Weiterentwicklung und Akkreditierung durch ACQUIN er verantwortete.

Weichert studierte Psychologie (Diplom), Soziologie und Medienwissenschaft an der Universität Trier. Darauf folgte ein Studium der Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaft, Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg (Magister). 2006 promovierte Weichert an der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg mit seiner Arbeit "Die Krise als Medienereignis" über die Darstellungen des 11. September 2001 im deutschen Fernsehen, die Knut Hickethier als "wichtigen Baustein zu einer kommunikationswissenschaftlich fundierten Kulturtheorie des Fernsehens" bezeichnete.

Weichert hat diverse Grundlagenstudien, Monografien und Herausgeberbände über den digitalen Strukturwandel von Medien und Journalismus veröffentlicht. Zu seinen aktuellen Werken gehören: „Digitaler Journalismus. Dynamik - Teilhabe – Technik“ (Leipzig 2014, gem. m. V. Lilienthal u.a.) und „Die Zeitungsmacher. Aufbruch in die digitale Moderne (Wiesbaden 2014, gem. m. L. Kramp und M. Welker). Seit 2012 gibt Weichert außerdem die Lehrbuchreihe "Journalismus-Bibliothek. Basiswissen für die Medienpraxis" heraus, die im Herbert von Halem Verlag erscheint. Von 2012 bis 2015 leitete er gemeinsam mit Prof. Dr. Volker Lilienthal (Universität Hamburg) das von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) geförderte Forschungsprojekt "Journalismus unter digitalen Vorzeichen".

Vor seiner Laufbahn als Hochschullehrer und Medienwissenschaftler arbeitete Weichert mehr als zehn Jahre als freier Publizist und Autor für überregionale Tages- und Wochenzeitungen, Fachmagazine, Hörfunk und Websites. Zuvor war er Chefredakteur und Herausgeber des Medienmagazins "Cover".

Weichert ist Gründer und Vorstandssprecher des 2009 gegründeten Vereins für Medien- und Journalismuskritik e.V. (VfMJ), einem interdisziplinären Think Tank für digitale Medien- und Gesellschaftsfragen. Zu den Zielen des gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Hamburg gehören insbesondere die Förderung des Mediennachwuchses und die Förderung des Diskurses über die Digitalisierung und deren gesellschaftliche Folgen. Der VfMJ betreibt unter anderem die 2011 eingeführte Debattenplattform VOCER und das 2012 ausgegründete VOCER Innovation Medialab, ein Stipendienprogramm für experimentierfreudige Medienmacherinnen und -macher mit dem Arbeitsschwerpunkt Innovation und Entrepreneurship, dessen geschäftsführender Direktor Weichert ist.

In seiner Funktion als Gutachter und Experte für Medienfragen begleitet und berät Weichert die Arbeit von Stiftungen, Medienunternehmen und der öffentlichen Hand, darunter die Bundeszentrale für Politische Bildung, die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, das Grimme-Institut sowie Verbände, Akademien und Bundesministerien.

Weichert ist Journalistenausbilder und Journalismusforscher aus Leidenschaft. Seit vielen Jahren setzt er sich für die journalistische Nachwuchsförderung und die öffentlich geführte Debatte über journalistische Berufsethik, die Zukunft des Qualitätsjournalismus und die sozialen Folgen der Digitalisierung ein. Weichert ist ein gefragter Keynote-Speaker und Experte für den digitalen Strukturwandel von Medien und Gesellschaft. Regelmäßig analysiert er in Interviews, Kommentaren und Gastbeiträgen kontroverse Medienthemen, u.a. für "Tagesschau" und "Tagesthemen", "3sat Kulturzeit", "Zapp", "Der Spiegel", "Die ZEIT", NDR Fernsehen, NDR, WDR, SWR, RBB, HR, BR, SR, Deutschlandfunk, DeutschlandRadio, "Meedia" sowie die Deutsche Presse-Agentur.

Für seine verantwortungsvolle und ethisch vorbildliche Medienberichterstattung wurde Weichert 2014 mit dem Medienethik-Award META der Hochschule der Medien HdM ausgezeichnet. Weicherts preisgekrönter Essay "Zwischen Aufschrei und Candystorm - wie das Netz die Debattenkultur verändert" mache deutlich, wie die direkten und schnellen Kommunikationsmöglichkeiten im Netz die politische und gesellschaftliche Debattenkultur veränderten und welche Verantwortung Bürger, Politiker und Journalisten hätten, wenn sie neue Formen der politischen Beteiligung nutzten: "Die besondere Leistung von Stephan Weichert liegt darin, umfassend und vielschichtig die Bedeutung einer fairen und offenen Debattenkultur für eine demokratische Öffentlichkeit sichtbar zu machen", heißt es in der Begründung der Jury.

Foto: Jörg Müller

 

Wir stehen Ihnen zur Verfügung: 0800 6227663345

Montag bis Freitag: 10.00 - 18.00 Uhr

  • Weitere wichtige Telefonnummern:
  • München 089 544151-0
  • Stuttgart 0711 280738-0
  • Freiburg 0761 442266
  • Köln 0221 31082-0
  • Hamburg 040 3003089-0
  • Berlin 030 2021512-0
WhatsApp
Kontaktieren Sie uns über WhatsApp

So geht's:
1. 0176 15098602 eingeben
2. Als Kontakt speichern
3. Stellen Sie Ihre Frage direkt über WhatsApp

Sie erreichen uns von Montag bis Freitag 10:00 - 18:00 Uhr

Adresse
Schreiben Sie uns oder kommen Sie vorbei

Hochschule Macromedia
University of Applied Sciences

Tiziana Ziesing
Zentrale Studienberatung

Sandstraße 9
80335 München