Freitag | 05. Mai 2017

Virtual Reality ist nicht Film! – VR-Expertentalk mit Prof. Liebold


Byzantinische Malerei als Vorläufer für neue Sehgewohnheiten, die Renaissance mit neuen Perspektiven oder erste Fotografien als Darstellung der Wirklichkeit? Mit gezielter Irritation gestaltete Prof. Jörg Liebold den Talk „360 Grad Film und Virtuell Reality (VR)“ im vollbesetzten Münchener Auditorium der Hochschule Macromedia. Die Veranstaltung beschloß die Reihe „Digitale Welten“, die der Alumni- und Förderverein Macromedia Community im Sommersemester 2017 ausgerichtet hat.


Ein Beitrag von Prof. Dr. Arthur Hofer | Vorsitzender von Macromedia Community e.V.

„Wir sind am Anfang eines Lernprozesses über ein neues Medium“, so Prof. Jörg Liebold, der an der Hochschule Macromedia Visual Effects und Animation lehrt: „Virtual Reality ist nicht Film, sondern eine dreidimensionale Technologie, die stereoskopisch und komplett virtuell arbeitet“. Charakteristisch dafür sei das volumetrische Aktionsfeld, der dreidimensionale Ton (Spacial Audio), die Interaktivität, Echtzeit und Immersion mit neuen Formen und Strukturen von Storytelling, so Liebold, der lange als VFX-Director in den USA gearbeitet hat. VR ist ein eigenständiges Medium, sagt auch Clarence Dadson, Inhaber der Agentur Design4Real und 360 Grad. Es werde heute zwar noch eng mit Film in Verbindung gebracht, sich aber zukünftig sehr eigenständig entwickeln. „Ein Telefonbuch in 360 Grad zu erzählen, wird sich nicht durchsetzen, neue, kreative Anwendungen jedoch mit Sicherheit.“

Von Immobilienwirtschaft bis Pornoindustrie: VR schafft neue Angebote

Intensiv wurden im Macromedia-Talk heutige und zukünftige Einsatzmöglichkeiten diskutiert. Neben dem Adult Entertainment - sprich: Pornografie - als aktuell erfolgreichsten Einsatzgebiet ging es um die faszinierenden Möglichkeiten von VR für das Immobiliengeschäft, die Musikwirtschaft, Games und Medizin. Nutzungen im journalistischen Kontext wurden kritisch diskutiert: „360 Grad in einem Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer ist ethisch nicht vertretbar“, so Liebold. Mathias Fischer, Musiker und Popmusikbeauftragter des Bezirks Oberbayern, stellt sein innovatives Musikprojekt, finanziert durch die Kooperation mit AUDI, vor und Zidi Liebold, Gründerin des VR-Studios „Mirror and Sparks“ berichtet über ihre Erfahrungen als Regisseurin von VR-Projekten.

Einmal von der Oberstdorfer Schanze springen: Faszinierende Praxisbeispiele

Zum Abschluss hatten die Teilnehmer noch Gelegenheit zu einem virtuellen Rundgang durch den Kölner Dom, einem Sprung von der Großen Schanze in Oberstdorf oder durch das neueste Werk des New Yorker Künstlers und Filmregisseurs Julian Schnabel und konnten damit ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit dieser faszinierenden Technik machen.

Macromedia Community Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Arthur Hofer: „Jörg Liebolds kurzweiliger Vortrag sowie die kompetente und informative Diskussion mit seinen Gästen und den Teilnehmern hat uns alle begeistert - ein äußerst gelungener Abschluss der Veranstaltungsreihe 'Digitale Welten'."


Die Head-Mounted Displays von Oculus Rift gehören zu dem VR-Eqipment, mit dem Macromedia-Studierende lernen.

Im Nachgang des Expertentalks zu den professionellen Nutzungen von VR hilft Prof. Jörg Liebold einer Studierenden, das VR-Headset anzulegen.

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