Dienstag | 30. Mai 2017

Mittelstand & Generation Y: Begegnung mit Unbekannten


Der Andrang zeigte es, das Thema war gut gewählt von Dr. Birgit Winterberg, Head of Macromedia Career Service München. Im voll besetzen Auditorium versammelten sich hochkarätige Entscheider, um mit Macromedia-Studierenden über Karrierewege im Mittelstand zu sprechen. „Matchmaking im familiären Umfeld“ nannte es die Campusdirektorin Prof. Dr. Beate Wilhelm, die gemeinsam mit Mechthild Heppe vom BVMW Bundesverband Mittelständische Wirtschaft zum Netzwerk-Event eingeladen hatte.


„Eigentlich kennen wir Euch gar nicht.“ Mit dieser Aussage trifft der Bachelor-Student Philipp Czarske den Nagel auf den Kopf, wie ihm die anwesenden Vertreter der KTM GmbH, der Langmatz GmbH, der Roche Diagnostics GmbH und der Airmotion Media GmbH attestieren. „Wir als Unternehmen, aber auch wir als Mittelstand haben ein Marketing-Problem“, formuliert es Patrick Keil. Der Ruf nach „Employer-Branding“ ist dem geschäftsführenden Gesellschafter der KTM GmbH trotzdem suspekt: „Branding klingt zu inszeniert. Wir brauchen eine authentische, sichtbare Kommunikation unserer besonderen Arbeitgeberkultur. Denn wir liefern – wir verkaufen es nur schlecht.“ Stephan Wulf, langjähriger Geschäftsführer der Langmatz GmbH, pflichtet bei: „Grundsätzlich sind wir mit unserem Nischendasein sehr zufrieden, als spezialisierter Zulieferer verfolgen wir ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell. Trotzdem erkennen wir, dass auch die B2B-Kommunikation mehr Emotionen und Branding verträgt.“

Image versus Wertschätzung: Konzern und Mittelständler als Arbeitgeber

Immer wieder läuft die Diskussion zwischen den Macromedia-Studierenden und den Vertretern der mittelständischen Wirtschaft auf den Vergleich Mittelstand versus Großkonzern hinaus. Doch wo die einen die gelebte Unternehmenskultur vor Augen haben, argumentiert die Gegenseite aus Sicht des Karriere-Strategen. So ist aus Arbeitgebersicht klar: „In mittelständischen Unternehmensstrukturen wird den Mitarbeitenden in der Regel viel schneller Verantwortung übertragen. Die Entscheidungsprozesse sind schlanker und die Wertschätzung persönlicher. Das erleben die Mitarbeitenden als extrem motivierend“, sagt Tobias Lobe, Geschäftsführer des Content-Marketing-Dienstleisters Airmotion Media GmbH, der selbst viele Jahre Konzernerfahrung bei Axel Springer und Burda mitbringt.

„Wenn ich aber am Anfang meiner Karriere stehe – was bringt mir da der Hidden Champion? Besitzt nicht der Konzern mit den internationalen Marken auch in der Währung der Personaler ein größeres Gewicht? Beim Freundeskreis punkte ich jedenfalls eher mit großen Namen“, hält Master-Student Stefan Geiger dagegen.

Soziale Netzwerke: Großes Potenzial als Recruitment-Plattform

Geht die Rechnung Mittelstand & Generation Y also nicht auf? Nicht unbedingt. Beim Thema Social Media werden Chancen deutlich. „Ich brauche eigentlich gar nicht aktiv zu suchen – mich schreiben schon jetzt regelmäßig Personaler auf LinkedIn oder XING an“, berichtet die Master-Studentin Alissa Eckl. Das aktive Recruitment von potenziellen Nachwuchskräften lässt sich über die sozialen Netzwerke auch ohne große Marketingbudgets umsetzen. Auch Empfehlungsplattformen spielen eine wichtige Rolle bei der Stellensuche des digitalen Nachwuchs: „Natürlich recherchiere ich bei einem potenziellen Arbeitgeber zuerst auf kununu“, so Macromedia-Student Geiger.

Und müsste sich nicht genau dort die nachweislich hohe Zufriedenheit und geringe Fluktuation von mittelständischen Arbeitnehmern spiegeln, fragt Co-Moderatorin und Macromedia-Studentin Sofiya Shtipelman die Gäste. „Wir wissen aus regelmäßigen Befragungen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr zufrieden sind. Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird bei uns groß geschrieben. Auch die Einrichtung des Lebensarbeitszeitkontos mit seinen Möglichkeiten für individuelle Auszeiten wird von unseren Mitarbeitenden sehr geschätzt. Vielleicht müssen wir sie nur stärker mobilisieren, darüber zu sprechen“, resümiert Andreas Schmitz von der Roche Diagnostics GmbH.

In diesem Sinne: Mittelständler, zeigt Euch! Die Studierenden der Hochschule Macromedia habt Ihr bereits neugierig gemacht. Danke für die spannende Diskussion.

(IMH)


Neugierig auf Hidden Champions? Beim BMVW Personalforum ging es um Karrierewege im Mittelstand.

Heiß diskutiert: Arbeitgeberkultur und Employerbranding waren Topthemen in der Münchener Podiumsdiskussion.

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